irgendwann werden wir folgen…

Entgegen meiner persönlichen Regeln wurde In diesem Beitrag ein von Gemini (KI) generiertes Bild benutzt. Ich bin einfach zu blöd, soetwas selbst zu zeichnen.

Wie hier zu lesen, war unser geliebter Hund schwer krank und nach mehreren Tierarztbesuchen und Therapien sah es so aus, als würde sich unser „Hondolinchen“ erholen.

Als ich am ersten April zum Dienst musste, ging es ihr schon wieder schlechter, Die Frau an meiner Seite machte für den nächsten Tag einen Termin beim Veterinär aber ich hatte schon ein ungutes Gefühl.

Nach getaner Arbeit, kam ich kurz vor Mitternacht zu Hause an. Unser geliebter Begleiter kam mir langsam und kraftlos entgegen- aber mit wedelnder Rute. Sie legte sich auf ihren Lieblingsläufer. Sanft streichelte ich sie, Ihr Kopf lag auf ihren Vorderpfoten und sie entspannte sich, als ich sanft über ihr Fell strich. Irgendwann sagte ich „Gute Nacht mein Hondolinchen, schlaf gut!“ Ihre Rute wedelte, kurz und langsam.

Am nächsten Morgen kam die Frau an meiner Seite mit Tränen im Gesicht und sagte mit weinerlicher Stimme: „Maja ist gestorben, sie liegt ganz friedlich in der Küche, ich dachte zuerst, sie schläft!“

Unser näheres Umfeld wusste um den Zustand unseres Lieblingstieres, also postete ich ein Bild aus guten Zeiten im Status meines Messengers mit einem kleinen Text:

unser Hund in guten Zeiten

immer freundlich

„Irgendwann werden auch wir über die Regenbogenbrücke gehen, es wäre schön wenn Du uns von dort abholst, wir hätten Dich gern wieder an unserer Seite!“

Am Vormittag des zweiten Aprils begrub ich sie bei uns zwischen Hof und Garten, an einer Stelle, wo sie früher gern saß, wenn sie auf uns wartete. Von dort kann man Haus und Hoftor einsehen.

In mir kam die Frage auf, ob wir wirklich mehr sind als Moleküle in Kreisläufen, die ihren Energiehaushalt kontrollieren.

Auch war ich wütend und verletzt. Ich erinnerte mich daran, das die Großmutter, die mich aufzog, die mir Liebe, Güte und Wärme entgegenbrachte, auch als erste gegangen ist. Wütend war ich, das ich unserem Lieblingshund nicht helfen konnte, die Ohnmacht, der Schmerz.

Also hob ich eine Grube aus, harkte sie und ließ Hondolinchen auf ihrem Läufer sanft in ihre letzte Ruhestätte. Ich schloss ihr vorher die Augen und sanft deckte ich sie mit Erde zu.

In den Weiten des Netzes habe ich gelesen, das man bei Völkern, die an die Wiedergeburt glauben, alle Zeichen von Gefangenschaft entfernt, damit die Seele frei ist und wieder zurück kommen kann. Ich habe ihr ihr Halsband abgenommen, auch wenn sie nie gefangen war und wir fast immer ohne Leine unterwegs waren.

KI generiertes Bild vom Hundehimmel

Wunschvorstellung

 

Wir waren zerrissen- auf der einen Seite der Verlust, glauben wir doch beide, noch etliche Jahre gemeinsam im See schwimmen zu können- auf der anderen Seite waren wir „zufrieden“, das sie sich nicht lange quälen musste.

Sie wurde in einem Circus geboren, der in der „Fliederstadt“ regelmäßig überwintert, von dort kam sie zu uns- und wir liebten sie.

Bild mit ihrer Grabstelle

Ruhe sanft und in Frieden

 

 

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