Mein Enkel wurde von der Polizei verprügelt

Jeder hat da Bilder im Kopf- Chaoten, komische Gestalten, die Steine werfen und Menschen gefährden ->Kleinkrieger<-.  Mit denen hat das nichts zu tun…

Eine Simson rollt durch die Nacht- sie ist perfekt eingestellt, denn ihr Fahrer hat zwar keine Fahrerlaubnis, aber er ist der 15 jährige Held der Schrauberclique. Sein Opa hat ihn equippt: Zünduhr, Kerzentester, Polradabzieher… Er weiß was er tut, nicht einfach ein YouTube- Nachahmer. Er kennt die Zusammenhänge- auch der eigentlich technisch total veraltete BVF- Vergaser ist perfekt eingestellt und abgestimmt.

Teilbild einer grünen Simson

Simson

Heinrich (so nennen wir ihn mal hier) weiß, das er nicht auf der Straße fahren darf- er soll ja den A1 (Führer-)Schein machen und dann ist das alles kein Problem… Ein Bauer lässt die Jungs auf seinen Privatwegen fahren- so lange sie nicht über’s Feld bügeln.

Seine „Simme“ ist von Mutti überwacht- er darf nur Teile mit Prüfzeichen anbauen- ein befreundeter TÜV Prüfer hat ein Auge drauf.

Es ist für ihn wichtig, bald selbst fahren zu dürfen- der Schulbus braucht fast doppelt so lange, wie ein Moped. Aber es ist dunkel, Sprit ist alle- sieht ja keiner. Helm hat er auf, also wer soll Verdacht schöpfen??? Für die Kumpels hat er einen Kanister im Rucksack.

Er beobachtet ein zwei Autos, die hinter ihm fahren, aber nicht überholen. Vor einiger Zeit wurde er von einer zweiten Simson begleitet, die er aber nicht kannte, Plötzlich schert eines aus und setzt sich vor ihn -er erkennt sofort: POLIZEI!!  Der Einsatzwagen zwingt ihn zum anhalten. Er hält sofort, macht den Motor aus,- er weiß, das er verloren hat. Panik überkommt ihn und er bekommt den Helm nicht vom Kopf- weil er den Verschluss nicht auf bekommt. Die zweite Simson verschwindet im dunkel. Er erklärt dem anfangs freundlichen Polizisten sein Problem mit dem Helm…

Der springt auf ihn zu und zerrt ihn vom Moped, ein zweiter kümmert sich um die Simson. Der erste beginnt ihm zu drohen- er solle seinen Kumpel verpfeifen und nicht den Helden spielen. Heinrich kennt den anderen Fahrer aber nicht- die Polizisten entdecken Heinrichs TicToc Namen am Helm- dort sehen sie eine Simson, die genauso aussieht wie die des Geflohenen. Sie beginnen auf ihn einzuprügeln….

eine blaue Simson mit LED Blinkern und LED Scheinwerfer

noch eine Simson

Da die Prügelattacke erfolglos bleibt, richten sie ihn wieder auf- ein dritter Polizist hilft ihm, den Helm abzulegen. Jetzt werden die (schlafenden) Erziehungsberechtigten über den Bruder verständigt und holen Heinrich ab. Der klagt über Schmerzen in der Nierengegend. Also ab in die Notaufnahme- „leichte Nierenprellung“ ist die Diagnose.

Anwalt, Anzeige…. alles sicher mit geringen Erfolgsaussichten.

Ich bin erschrocken darüber, das soetwas in unserem Land möglich ist- Mein Enkel ist kein Kraftsportler und auch der defensive Typ, er vermeidet eigentlich Konflikte, die er nicht gewinnen kann. Er ist kein Hühne- hat Schultern, wie ein Hering zwischen den Augen.

Was bitteschön geht in den Köpfen dieser Polizisten vor? Sieht so deren Rechtsauffassung aus? Was macht dieser Schock mit einem 15 jährigen?

Vor 44 Jahren bin ich auch schwarz gefahren- die Hunde meiner Eltern waren abgehauen und ich machte mir Sorgen, das ein Jäger sie erschießt. Der ABV (Abschnittsbevollmächtigte-> „Dorfsheriff“) hielt mich an- kein Helm, etc- er fragte mich ob ich Geld dabei hätte- „5 Mark“ sagte ich- „OK, ich verwarne Dich wegen Fahrens ohne Helm, deine Fahrerlaubnis muss ich nicht kontrollieren- Du rollst jetzt sofort nach Hause- sehe ich dich noch einmal so hier herumfahren, Kontrolliere ich alles!!!“ Ich bekam eine Quittung über 5 Mark Verwarngeld, die ich mir an die Decke meines Zimmers klebte. Das war im „Unrechtsstaat DDR“ nicht in der Demokratie. Ich bin danach NIE WIEDER schwarz gefahren.

Übrigens: die „blöden Köter“ waren vor mir wieder zu Hause.

Dies ist ein realer Vorfall, der hier nur grob geschildert wurde. Das Bild der Grünen Simson wurde von meiner Tochter bereitgestellt. Dieser Beitrag ist , wie fast alles hier, KI frei.

 

 

Sternenfahrt in Neuruppin

Für viele junge Menschen ist ein Motorisiertes Zweirad ein riesiger Schritt in die Unabhängigkeit und für die Eltern eine Entlastung. Wer will denn „freiwillig“ den Nachwuchs Sonntag früh um 3 aus der Disco abholen, zum „Nebenjob“ fahren oder zu Freunden kutschieren. Mal ist das ja alles kein Problem, aber dabei bleibt es ja nicht…

Wenn dann eine 16 jährige in der Motorradausbildung tödlich verunglückt ist das unvorstellbar schrecklich. Es ging ja durch die Medien: „auf regennasser Fahrbahn ist heute eine…LKW …tödlich“. Ihre Familie, der LKW Fahrer und der Fahrlehrer- mit denen will keiner tauschen.

Wer jetzt den „Armleuchter“ raushängen lässt, und meint ‚Motorradfahren ist eben gefährlich‘ dem sei gesagt- „Du hast keine Ahnung von der Materie!“ Ja, es ist gefährlich, aber es ist auch sehr emotional- die Schnellen genießen das Gefühl vom fliegen, die Cruiser, wie ich, lieben den Wind um die Nase und die Gerüche der Natur. Die Sportler lieben Kurven… Und „die Jugend“ die Unabhängigkeit.

Über 500 Motorradfahrer kamen in Neuruppin zusammen und haben gemeinsam Abschied genommen- in Form einer gemeinsamen Sternfahrt. Es war wirklich alles dabei, Selbst eine Indian habe ich gesehen. Noch nie in meinem Leben habe ich so viele Motorräder auf einmal bestaunen können. Von der schönen alten Electra- Glide über die Goldwing, Triumph, Ducati…

gemeinsames Gedenken

Die junge Frau, die den tragischen Unfall hatte wurde dann noch postum Ehrenmitglied in einem Motorradverein. Ihre Familie war zur Andacht nach der Ausfahrt anwesend. Sie waren überwältigt von den vielen Leuten… Auch ich habe an der Abschiedsfahrt teilgenommen. Da waren Kennzeichen aus Potsdam, Rathenow, Berlin, Prignitz, Vorpommern- Greifswald, Rostock, Schwerin….

Meine jüngste Tochter kannte sie…. Sie ist ebenfalls leidenschaftliche Motorradfahrerin. Natürlich habe ich überlegt: „Was wäre wenn???“ Aber ich kann es ja nicht ändern und fahre ja selbst- man kann nur den Weg weisen und auf Sicherheit achten.

Luftballons die in den Himmel fliegen

mach’s gut!

 

So wurde sie dann von der Community verabschiedet. Auch wenn ich die uniformierten Motorradclubs wegen ihrer Hierarchien nicht mag- meine Respekt für die Leute vom „Vandales MC Germania“ die das in großen Stücken organisiert haben.

Es gab keine Karambolagen oder Ausfälle- was, bei der Menge an Motorrädern keine Selbstverständlichkeit ist, und es waren ja alle Leistungsklassen vertreten. Auch jede Menge Simson’s.

Der Familie und dem LKW – Fahrer, der keine Chance hatte das zu verhindern, wünsche ich, das sie ihren Frieden finden.

Was kommt eigentlich nach den „digital natives“ ?

Da gibt es die Generationen von Internet/ Computerusern… Am Anfang die Generation meines Vaters: die Silversurfer – Sie nutzen das Netz um mal was zu bestellen oder sich über etwas zu informieren, aber Zettel und Stift sind ihnen lieber als ein Smartphone mit Notitz- App

Dann kommen die digital Migrants- meine Generation. Wir haben Zettel und Stift noch kennengelernt, haben uns aber davon verabschiedet- es ist einfacher Fotos zu machen, eine Einkaufs App zu nutzen….

Als nächstes: meine Töchter: digital natives: sie sind von Anfang an im digitalen Zeitalter zu hause, sind digital vernetzt, kennen aber auch die Risiken oder haben selbst schon ungute Erfahrungen gemacht.

Die letzte Kategorie ist (noch) nicht offiziell: digital idiots, aber dafür ständig wachsend. Man erkennt sie leicht: Den Blick starr auf ein etwa 10 mal 15 cm großes Display gerichtet und Snapchat oder TikTok in Dauerschleife. KI oder AI nimmt lästige Denkaufgaben ab. Kommunikation fast ausschließlich digital.

 

Warum ich das hier schreibe? Seit 2 Wochen mache ich Nachtschicht und fahre mit meiner „Silverray“ (Motorrad) über die Dörfer zur Arbeit, bzw komme von dort, wenn junge Menschen auf den Schulbus warten. Was ich da zu sehen bekomme lässt mich erschaudern: die Schultasche am Boden, zwischen den Beinen stehen sie- mit dem Blick auf’s Handy. Altersklasse fast egal. Keine Gespräche, keine Regung. Letzte Woche hätte ich beinahe ein junges Mädchen umgekarrt- nicht weil ich gerast bin, nein – ihr Handy hatte ihr nicht signalisiert das sie die Fahrbahn betritt.

mein Moped

irgendwann werden wir folgen…

Entgegen meiner persönlichen Regeln wurde In diesem Beitrag ein von Gemini (KI) generiertes Bild benutzt. Ich bin einfach zu blöd, soetwas selbst zu zeichnen.

Wie hier zu lesen, war unser geliebter Hund schwer krank und nach mehreren Tierarztbesuchen und Therapien sah es so aus, als würde sich unser „Hondolinchen“ erholen.

Als ich am ersten April zum Dienst musste, ging es ihr schon wieder schlechter, Die Frau an meiner Seite machte für den nächsten Tag einen Termin beim Veterinär aber ich hatte schon ein ungutes Gefühl.

Nach getaner Arbeit, kam ich kurz vor Mitternacht zu Hause an. Unser geliebter Begleiter kam mir langsam und kraftlos entgegen- aber mit wedelnder Rute. Sie legte sich auf ihren Lieblingsläufer. Sanft streichelte ich sie, Ihr Kopf lag auf ihren Vorderpfoten und sie entspannte sich, als ich sanft über ihr Fell strich. Irgendwann sagte ich „Gute Nacht mein Hondolinchen, schlaf gut!“ Ihre Rute wedelte, kurz und langsam.

Am nächsten Morgen kam die Frau an meiner Seite mit Tränen im Gesicht und sagte mit weinerlicher Stimme: „Maja ist gestorben, sie liegt ganz friedlich in der Küche, ich dachte zuerst, sie schläft!“

Unser näheres Umfeld wusste um den Zustand unseres Lieblingstieres, also postete ich ein Bild aus guten Zeiten im Status meines Messengers mit einem kleinen Text:

unser Hund in guten Zeiten

immer freundlich

„Irgendwann werden auch wir über die Regenbogenbrücke gehen, es wäre schön wenn Du uns von dort abholst, wir hätten Dich gern wieder an unserer Seite!“

Am Vormittag des zweiten Aprils begrub ich sie bei uns zwischen Hof und Garten, an einer Stelle, wo sie früher gern saß, wenn sie auf uns wartete. Von dort kann man Haus und Hoftor einsehen.

In mir kam die Frage auf, ob wir wirklich mehr sind als Moleküle in Kreisläufen, die ihren Energiehaushalt kontrollieren.

Auch war ich wütend und verletzt. Ich erinnerte mich daran, das die Großmutter, die mich aufzog, die mir Liebe, Güte und Wärme entgegenbrachte, auch als erste gegangen ist. Wütend war ich, das ich unserem Lieblingshund nicht helfen konnte, die Ohnmacht, der Schmerz.

Also hob ich eine Grube aus, harkte sie und ließ Hondolinchen auf ihrem Läufer sanft in ihre letzte Ruhestätte. Ich schloss ihr vorher die Augen und sanft deckte ich sie mit Erde zu.

In den Weiten des Netzes habe ich gelesen, das man bei Völkern, die an die Wiedergeburt glauben, alle Zeichen von Gefangenschaft entfernt, damit die Seele frei ist und wieder zurück kommen kann. Ich habe ihr ihr Halsband abgenommen, auch wenn sie nie gefangen war und wir fast immer ohne Leine unterwegs waren.

KI generiertes Bild vom Hundehimmel

Wunschvorstellung

 

Wir waren zerrissen- auf der einen Seite der Verlust, glauben wir doch beide, noch etliche Jahre gemeinsam im See schwimmen zu können- auf der anderen Seite waren wir „zufrieden“, das sie sich nicht lange quälen musste.

Sie wurde in einem Circus geboren, der in der „Fliederstadt“ regelmäßig überwintert, von dort kam sie zu uns- und wir liebten sie.

Bild mit ihrer Grabstelle

Ruhe sanft und in Frieden

 

 

Entscheidung

Vorwortliches

Manchmal passieren Dinge einfach so, Schlag auf Schlag und man muss Entscheidungen treffen, die einem keine Zeit zum Nachdenken geben oder man hat schon lange vorher überlegt „was wäre wenn“- um dann doch mit der Situation überfordert zu sein.

Was ist passiert?

Anfänglich dachten wir, unser Hund hätte etwas schlechtes gefressen- früh war die Küche voll mit erbrochenem- aber, wir sollten uns täuschen. Unser Hund hat einen gesunden Appetit- eigentlich… 24h später das selbe Bild, nun lag unser „Hondolinchen“ apathisch in der Ecke, erbrochen hatte sie nur Schleim- gefressen  hatte sie ja nichts.

Da meine bessere Hälfte schon Rentner ist, bin ich zum Dienst und sie zum Tierarzt. Als ich nach hause kam war kein Hund da- den ganzen (Arbeits-) Tag ging es mir schlecht- es war ein Schock. Niemand kam mir freudig entgegen und geleitete mich zur Kaffeetafel um ein Stück vom Keks zu bekommen. Kein Anruf erreichte mich, keine Nachricht. In meinem Inneren breitete sich eine Leere aus. Nach der Arbeit hatte ich Angst und habe mich nicht getraut anzurufen…

Unser Superhund

unser Hund

und weiter?

Die Frau an meiner Seite wollte mich nicht verrückter machen als ich ohnehin schon war… Unser Hund hingegen war beim Veterinär unserer Wahl und bekam eine Infusion.

  • Pankreatitis (Bauschpeicheldrüsenentzündung)
  • Dehydrierung
  • Störung des Elektrolyte- Haushaltes
  • dadurch Nierenversagen
  • freie Flüssigkeit im Bauchraum (Blut)

Ich war geschockt.

Was ist das für ein Tier?

Unser Hund ist (für uns) etwas besonderes. Sie hat nie in den Postboten gebissen, Kindern in die Hand „gekniffen“, lässt sich ohne Knurren das Futter wegnehmen- freut sich über jeden Besuch, kommt mit Hunden, Pferden und Katzen klar. Ein Superhund- denn in jungen Jahren konnte sie sogar fliegen- hat sie mir doch 2 mal das Frühstücksbrötchen aus der Hand „genommen“ ohne mich dabei zu berühren- aus dem Sprung.

Sie ist ein echter „Sheprador“ – eine Mischung aus Labrador und Australian Sheperd. Vom Labrador: schwimmen, Gutmütigkeit, der Wunsch zu gefallen, vom „Aussi“- Klugheit, Neugier.

Natürlich haben beide Rassen nicht nur gute Eigenschaften: sie frisst gern, viel und alles, ist distanzlos und verbellt und bellt gern- aber nie ohne Grund. Sie ist wachsam.

die Entscheidung

Nun war es so weit: eine zweite Ultraschalluntersuchung wurde gemacht- und wir haben vorher DIE ENTSCHEIDUNG getroffen- wenn es nicht heilbar ist, soll sie dahin gehen wo die Würstchen an den Bäumen wachsen und der Kirschjoghurt nie versiegt, wo es jeden Tag einen neuen Fuchsbau gibt, den man verbellen kann… Es wäre ein Abschied gewesen, aber wir sind es ihr schuldig, sie zu erlösen,wenn sie nicht mehr Hund sein kann sondern nur noch Patient ist. 

Es ist ein Sch*** Gefühl.

Aufatmen

Keine Tumore, keine freie Flüssigkeit. Die Infusionen haben ihren Zustand merklich verbessert. Heute nochmals eine Blutuntersuchung, um zu sehen ob sie auch sonst auf einem guten Weg ist.

Summa Summarum

So schnell kommt man zu einer Entscheidung über Leben und Tod. Ungewollt in voller Härte. Für alle, die jetzt meinen- „ist doch nur ein Hund“:

  • das letzte Kind hat Fell (ist also echtes Familienmitglied)
  • man wirft ein Leben nicht weg, nur weil es einem Hund gehört
  • Verantwortung wahrnehmen

Unser besonderer Dank gilt den Hoftierärzten für ihre Empathie, fachliche Kompetenz und schnelle Hilfe. Wir bekommen keinerlei Rabatt oder irgendwelche Gratisleistungen, wenn ich das Team der Hoftierärzte hier erwähne, aber sie sind Tierarzt 2.0! Warum?

  • stilvolle Einrichtung im Wartebereich-werbefrei
  • getrennte Hunde- und Katzenwartezimmer
  • absolute Sauberkeit- ein leichter Geruch von Desinfektion
  • sämtliches Personal ist in medizinischer Bekleidung
  • moderne Diagnostik (Ultraschall, Röntgen)
  • eigenes kleines Labor
  • EMPATHIE!!!

In einem „Das sind Wir“ Video fällt der Satz „Wir sind stolz Teil dieser Region zu sein!“ Die Region kann stolz auf euch sein!

unser Hund, krank unter dem Tisch

wir hoffen und pflegen

projekt 52 logo

dieser Beitrag ist Bestandteil von Sari’s Projekt 52

Vornamen? Verantwortung!!!

Prolog

Blogissimo hat eine „Blogparade“ ins Leben gerufen und das Thema „Vornamen“ ist für mich ein heikles. Vor- und Nachname bieten ein Zusammenspiel, was Fragen aufwirft…

So What?

Wenn man mit Vornamen Wolf und mit Nachnamen Jäger heißt, finden das alle lustig- nur man selbst nicht. Das ging in der Schule schon los: „Wolf pass auf der Jäger kommt!“ ist mir da noch in Erinnerung. „Der erste Wolf der schießen kann!“ , dagegen ist „Franz Jäger Berlin“ (fiktive Tresormarke in den Olsenbande  Filmen) harmlos.

der Umgang

Manchmal werde ich ungläubig gefragt: „Wie schreibt man das?“ Meine Standardantwort: „Wolf so wie Rotkäppchen und Jäger so wie Förster!“ Oft wird dann doch ein Wolfgang daraus… Vor etlichen Jahren musste ich mal auf ein Amt, man bekam am Schalter eine Marke und die Personalien wurden aufgenommen: „Wie schreibt man das?“ Wolf so wie Rotkäppchen…“ Die Zeit verging und ab und an wurde ein Herr Förster aufgerufen…

Oft werde ich gefragt, was sich meine Eltern dabei gedacht haben… Meist erwidere ich, das es auch in der DDR Drogen gab…. Eine Erklärung meiner Eltern gab es trotz Nachfrage nie.

schön wäre es gewesen

Ach ja, gern hätte ich einfach „David“ geheißen. Egal ob englisch oder deutsch ausgesprochen. „Dave“ wäre eine schöne Koseform gewesen, für die Frauen in meinem Leben. Wer bitteschön will „Wölfchen“ genannt werden, oder wie mein Lehrausbilder leicht humoresk rief:“Wölfi“. Nee, bitte nicht- don´t do so.

Kinder

Meine 3 Töchter heißen Ulrike, Tabea und Luiza. Sie haben verschiede Mütter, deshalb haben sie auch, vom Style her, verschieden Namen.  Wenn es nur nach mir gegangen wäre, würde Ulrike sicher Jessica heißen. Sie meinte mal, das sie es hätte schlechter treffen können, aber es gäbe keine schöne Koseform. Tabea hat sich nie beschwert. Die Jüngste, Luiza, ist zwiegespalten:  einerseits mag sie es, so unverwechselbar zu sein, auf der anderen Seite ist sie manchmal genervt, wenn sie ihren Namen buchstabieren muß. Sie hat noch einen zweiten Vornamen: Ryanne. Mit dem geht es ihr ähnlich. Mir knapp 60 ist das Thema Kinder sicherlich durch, aber wenn die nächste Tochter käme, würde ich sie „Fritzi“ nennen. Wenn die Große ein Junge geworden wäre, wäre sie ein „Felix“ geworden, bei den beiden anderen stellte sich die Frage nicht.

Epilog

Natürlich will man für seine Kinder einen besonderen Namen, der in die Zeit passt, an Verwandte erinnert, oder den man einfach mag. Aber, Namensgebung darf kein egozentrischer Ausflug sein, Namen lösen Reaktionen oder und Vorstellungen aus, die nicht immer positiv sein müssen.

Licht (Projekt 52)

Schon vor Jahren habe ich bei uns jede Lampe auf LED- Technik umgerüstet. Keine Wärmeimmssion, geringer Stromverbrauch aber gleißende Helligkeit und Langlebigkeit zeichnen diese Technik aus. Schnell gewöhnt man sich daran.

Vor etwa 10 Jahren habe ich, da wo es all die schönen Sachen gibt, für nur 20 Euro eine LED Schreibtischlampe gekauft, moderne Technik zum kleinen Preis. Vor ein paar Tagen war die „Defekthexe“ zu Gast und machte die Lampe zur Signalleuchte. Durch Blinken und Flackern hat sie sich disqualifiziert.

In meinem Lieblingsinternet habe ich dann eine gute gebrauchte Lampe gefunden, die mir einfach gefällt. Über das Leuchtmittel habe ich nicht mehr nachgedacht.

meine neue Lampe am Bildschirm

die neue alte Lampe

Wie erstaunt war ich doch über das angenehme Licht! Sanft, warm und gemütlich. Eine 12V Halogenlampe mit 20 Watt „glimmt“ da vor sich hin. Hatte ich doch ganz vergessen, wie gemütlich das sein kann.

Vergangenheit

Wer jetzt glaubt, ich hätte die alte Lampe weggeworfen, irrt. Anfänglich dachte ich an eine unsaubere (kalte) Lötstelle, musste aber feststellen, das der Elektrolytkondensator, der als Spannungsdrossel fungiert, am aufgeben war. Ein neuer Kondensator ist für unter einen Euro zu haben, der Einbau ein Kinderspiel.

Zukunft

Die neue Lampe werde ich am Schreibtisch lassen, das Leuchtmittel sicher gegen eine LED ersetzen, ABER ich werde mich an den Werten der Halogenlampe orientieren:

  • warmer Lichtton (280lm)
  • keine gleißende Helligkeit (2700K)
  • Sockel G4

Es ist unglaublich angenehm, das hatte ich wirklich fast vergessen.

Projekt 52 Logo in grün

Das Projekt 52

dieser Beitrag gehört zur Bloggerinitiative „Projekt 52“ von Sari’s Heldenhaushalt.de

 

die älteste Sache in meinem Besitz

eine Blogger- Challenge aus UK von Thomas Rigby.

Dank auch an Thomas, der die Challenge über den Teich geholt hat

Mein vermutlich ältester Besitz ist ein Wecker der „Pfeilkreuz Marke“ also hergestellt in der Hamburg- Amerikanischen  Uhrenfabrik.

Was ist daran besonders?

Er ist von Beginn an in Familienbesitz. Mein Urgroßvater Bruno muss ihn einmal in Berlin gekauft haben. Die Konstruktion des Weckers [# Insiderwissen] lässt auf ein Produktionsdatum um die vorherige Jahrhundertwende schließen:

  • er besitzt einen entkoppelten, frei schwingenden Hammer
  • das Werk ist aus massivem Messing ohne Stahlräder
  • verkupfertes Gehäuse
  • Jugendstil- Design
  • keine Zentralsekunde (Sekundenzeiger nicht mittig)

die Story dahinter

Irgendwann riss eine der Federn und der Wecker wurde nicht weggeworfen, sondern diente als Bücherstütze im Bücherregal. Da er hübsch aussah, übernahm ihn mein Vater für seinen Bücherschrank. In der Zwischenzeit war auch sein Glas gebrochen.

ein historischer Wecker in Familienbesitz

Familienbesitz

Aber ich mochte ihn schon als Kind und war traurig, das er nicht funktionierte. Wenn ich ihn (heimlich) in der Hand hielt, erzählte er mir Geschichten…

Nun musste mein Vater wegen Demenz in ein betreutes Wohnen umziehen und viele seiner Sachen blieben zurück. Den Wecker hatte ich schon ganz vergessen- bis er mir in die Hände fiel.

Nach über 60 Jahren Stillstand hat er jetzt wieder ein Glas und seine gebrochene Feder ist gewechselt, sein Werk gereinigt und wie vor 120 Jahren schwingt seine Unruh tanzend im Takt, wenn man ihn aufzieht. Ich hatte Tränen in den Augen, als ich ihn montiert hatte, aufzog und sein „Herz“ wieder zu schlagen begann.

noch ein Wecker

Der zweit- älteste Gegenstand ist ebenfalls ein Wecker der H.A.U. Aber er ist kein „Familientraditionsgegenstand“- ich habe ihn gekauft, weil

  • er war billig (Auktion, keiner wollte ihn ->11 britische Pfund)
  • ich wollte wissen was ein „Repeat Alarm“ ist
  • es ist ein H.A.U.

Er muss die Insolvenz der H.A.U. schon gerochen haben: dünne Zahnräder und Platinen sogar ein Rad ist teilweise aus Eisen. Die Messingblende hinter dem Glas ist durch Pappe ersetzt und das Gehäuse ist (billig) lackiert. An Stelle einer Glocke schlägt sein Hammer innen auf den Gehäusedeckel. Er muss kurz vor dem Ende der H.A.U. gebaut worden sein, also 1928/29. Selbstverständlich ist auch er wieder voll funktionstüchtig.

alter Wecker mit "repeat Alarm, einem Vorgänger von "snooze"

mechanische Nervensäge

Was ist „repeat Alarm?“

Das hatte mich auch interessiert…  Zu eingestellter Zeit weckt er- etwa 10 Sekunden, dann ist wieder Ruhe, 10 Sekunden lang, dann wieder Alarm…Ruhe…Alarm- das so lange, bis die Kraft der Feder aufgebraucht ist. Die mechanische Variante der „Snooze- Taste“ sozusagen. Voll die Nervensäge, mit genug Potential an die Wand geworfen zu werden.

Aller guten Dinge sind drei!

Und dann gibt es da noch etwas besonderes: Obstschalen aus billigem Pressglas, aus denen ich als kleiner Junge, so lange es Oma gab, mein Kompott gegessen habe. Meist selbst geerntete Erdbeeren aus dem Garten oder dem Einweckglas. Die Schalen sind die letzten „Überlebenden“ eines großen Service. Es bestand aus einem ovalen Obst- oder Kuchenteller, einer großen Schüssel, 6 großen und 6 kleinen Schalen. eine Große und eine Kleine besitze ich noch.

hellblaue, flache Glasschale aus Pressglas, etwa 70 oder 80 Jahre alt

davon gab es Kompott

Der Größenunterschied macht vielleicht ein oder 2 cm aus. Ich mag den Farbton und die Machart. Sie erinnern mich an eine wunderschöne Zeit in meinem Leben- als ich vor der Schulzeit fast 2 Jahre bei meiner Oma gelebt habe. Freiheit, Güte und Gemeinsamkeit habe ich so nie wieder erlebt.

Warum ich da mitmache?

Viele der Challenges empfinde ich als „Selbstbeweihräucherung“- Hier ist das (für mich) total persönlich. Es sind Gegenstände die von früher erzählen, man muss nur genau hinsehen. Zugegeben, war ich hier sicher auch nicht ganz ehrlich- als Sammler alter Wecker, Uhren und Kuckucksuhren habe ich einige alte Dinge, und es würde schwer werden alles in die richtige Chronologie zu bekommen- Ich habe hier die aufgelistet, die mir wichtig sind.

 

 

Amaryllis im Kasten

die Begrifflichkeiten

Seit Jahren besitzen wir diese Schönheiten. Amaryllis, Ritterstern, Hippeastrum… Halt- falsch- Wir haben Rittersterne, also lateinisch Hippeastrum. Die lateinisch als Amaryllis bezeichneten Blumen sind „Belladonnalilien“ und blühen im Sommer. Der allgemeine Sprachgebrauch ist also falsch und damit irreführend. Hier geht’s um Hippeastrum, die zu deutsch Rittersterne heißen.

Blüte eines Ritterstens

einfach schön

das Besondere

Früher hatte ich eine Menge einzelner Töpfe, die alle von einer „Urzwiebel“ abstammen. Je nach Sorte „kindeln“ Rittersterne mehr oder weniger. Das heißt, es bilden sich Tochterzwiebeln, die nach etwa 2 Jahren blühfähig sind. Stellt man die Zwiebeln (hinter dem Fenster) in die Sonne gedeihen sie und entwickeln einen riesigen Durst. Leider kann man sie nicht im Wasser stehen lassen- Zwiebelbodenfäule, „roter Brenner“ und andere Krankheiten würden binnen kurzer Zeit zum Sterben der Rittersterne führen. Also täglich dosiert gießen!? Dann muß man mal weg, irgendetwas kommt dazwischen…

Da kam ich auf die Idee Blumenkästen mit Wasserreservoir zu verwenden. Jetzt reicht es aus 2 mal die Woche zu gießen. Im Schatten reicht ein mal wöchentlich.

mit der Sorte Minerve gefüllter Blumenkasten

der Minerva- Kasten

Die Blumenkästen laufen über, wenn das Reservoir voll ist- somit keine Staunässe möglich. Das Bild heißt „der Minerva- Kasten“ weil dort nur Rittersterne der Sorte Minerva verpflanzt sind.

Zur Kulturführung ist noch zu sagen: Gleichmäßige Feuchte führt (fast immer) zu Pilzbefall und andauernde Trockenheit meist  zu tierischen Schädlingen wie Spinnmilben oder Thripsen. Zu starke Trockenheit ist auch für die Kulturpflanze nicht von Vorteil.

Um das zu umgehen, bin ich bei einer wechselnden Kulturführung geblieben: Kästen und deren Reservoir ganz „fluten“ und erst wieder gießen, wenn die Erde im Kasten richtig trocken ist- dann aber wieder mit Wasser nicht sparen.

Lifetime: So einen Kasten topfe ich nicht jedes Jahr um- viel zu viel Arbeit. Wenn man gute Blumenerde verwendet, die noch einen Torfanteil besitzt, reichen alle 3 Jahre aus. Das erste Jahr dünge ich auch nicht, da die Blumenerden alle aufgedüngt sind. Dadurch kann man schnell überdüngen.

Knospe eines Rittersterns im Blumenkasten

eine Knospe

Sonstiges

So gegen Ende November/ Dezember gieße ich nur noch ganz wenig- dann beginnt die Ruhephase, das Laub wird gelb und man kann es abschneiden. Im Januar halte ich dann die Erde etwas feuchter- damit die Zwiebeln einen „Startanreiz“ in die nächste Saison bekommen.Obwohl es bekannt ist, erwähne ich es hier nochmal ausdrücklich: Rittersterne sind giftig! Wer empfindliche Haut hat, trägt beim Umtopfen also besser Handschuhe!

Ein Blütenstand mit nur 2 Blüten haben entweder nur sehr junge Pflanzen oder schlecht ernährte. Zu geringes Erdvolumen kann auch eine Ursache sein. Das Problem umgeht man mit der „Kastenmethode“ ebenfalls.

Ein weit verbreiteter Irrglaube ist, das man die Zwiebeln beim Umtopfen von der Hülle aus getrockneten Zwiebelschalen befreien muss- NEIN- die Pflanze legt sie sofort wieder an um sich vor Austrocknung zu schützen. Das macht man nur, wenn man Pilzerkrankungen hat, um den ungebetenen „Gästen“ Lebensraum zu nehmen.

Kastengrößen: ich benutze Blumenkästen mit 60 oder 80cm Länge für je 3 Zwiebeln. Es gibt auch für Blumenkästen Untersetzer- wer Angst hat, das der Kasten mal überläuft, sollte sich soetwas zulegen.

Hier noch ein paar Archivbilder aus meiner Fotosammlung, die nicht explizit für diesen Artikel gemacht wurden aber alles noch ein wenig „aufhübschen“.

Unwissenswertes

Weiße Rittersterne haben die längsten Blütenschäfte. Da sind 80cm bis über ein Meter keine Seltenheit.

Ritterstern Pflege

Wer mehr wissen will und darüber nachdenkt, seine eigenen Sterne zu haben, dem empfehle ich diesen Artikel:

Amaryllis Pflege kinderleicht – 6 simple Tipps

Der Verfasser und ich sind zwar nicht immer einer Meinung, sein Weg ist der klassische, aber wenn man Hippeastrum haben möchte, gibt’s da viel Wissen.

In dem Artikel von Parzelle 94 wird auf eine wichtige Kältephase hingewiesen (mache ich nie, weil ich es nicht kann) und es wird das Entfernen alter Zwiebelhüllblätter empfohlen- alles Andere was Stefan dort schreibt findet meine vollste Zustimmung.

Das mit der Kältephase ist sicher förderlich- bei mir aber nicht notwendig: Wir leben nicht in überheizten Räumen- 20/21 Grad bei Fußbodenheizung, die Blumenkästen stehen alle 3 an Fenstern, die auch mal eine Stunde angekippt sind- da gibt’s dann Abkühlung. Mag sein, dass das der Schlüssel zum Glück ist…

Dieser Artikel gehört ebenfalls zur Bloggerinitiative „Projekt 52projekt 52 logo

 

Federwechsel bei Großuhren – Kleinigkeit?

Vorwort

Manchmal ist es einfach passiert, die Feder ist gerissen oder beim Entspannen des Werkes ist etwas schief gelaufen- dann ist das Federhaus hin. Wer sich schon mal an einer Feder von einem Anreisser des Rasenmähers versucht hat, weiß, wieviel „Spaß“ es macht, diese Feder wieder in’s Gehäuse zu bekommen. Schon dabei kann man sich verletzen. Dieser Post ist Teil des Projekts 52 und im speziellen für Conni und Wolfgang.projekt 52 logo

Wer sich in der Materie nicht auskennt: Gefahr! Herausspringende Spiralfedern, wie sie in Großuhren benutzt werden, können Gliedmaßen abtrennen und zu schweren Verletzungen führen!

Das Equipment

Bei einer Feder, die 1,8 cm Klingenbreite, 2m Länge und 0,8mm Klingenstärke hat, ist der Versuch aussichtslos (und gefährlich) selbige ohne Hilfsmittel in ein Gehäuse mit 5cm Durchmesser zu bringen. Dafür benötigt man einen Federwinder. Kostet um die 200 Euro. Oder, man ist wie ich, vom Geiz zerfressen und baut selbst, kostet dann etwa 70 Euro und Nerven.

selbst gebauter Federwinder

Federwinder

Dreht man an der Kurbel im Uhrzeigersinn kann man die Feder spannen- die 3 messingfarbenen Stifte mit den Hutmuttern am anderen Ende dienen zum arretieren. Die lose baumelnde Hülse auf der Welle dient nachher dem Transport/ der Aufbewahrung der Feder. Die beiden Flügelmuttern gehören zum Klemmstück, welches das Federhaus festhält.

An Stelle etlicher 4- Kant Aufziehschlüssel findet im Federwinder eine Vielzahn- Nuss verwendung. An die Kurbel habe ich ein passendes 4- Kant gefeilt. Jetzt kann man je nach Wellengröße des Federhauses einfach eine passende Nuss verwenden. Übrigens steht der Federwinder nicht auf dem Schraubstock- er besitzt 2 Bolzen, das man ihn dort einspannen kann.

Jetzt aber!

Jetzt die Feder spannen und mit einem der 3 Arretierer die Kurbel arretieren. Dann kann man die Hülse über die Feder schieben. Durch leichtes rückwärts drehen der Hülse hakt sich dann die Feder aus dem Federhaus. jetzt kann man die Feder mit der Hülse entnehmen.

Federwinder in Aktion

gespannte Feder

 

Feder in der Transporthülse

Feder in der Transporthülse

Und jetzt?

Alles wieder zurück. Die Feder muss in diesem Fall in ein neues Haus, alles kein Problem. Der Federwechsel ist also eine Kleinigkeit. Nur noch das Ersatz- Federhaus reinigen und ein wenig einfetten.

neues Federhaus, vorbereitet

vorbereitet

Operation gelungen

Im folgenden Bild sieht man alt und neu- der Deckel des Hauses wird aufgedrückt- mit einem kleinen Hammer und einem Stück Holz, kein Problem.

Bild von altem und neuem Federhaus

alt (mit erkennbarem Defekt) und neu

Das kann doch jeder!!!

Klar, mit dem entsprechenden Werkzeugen kein Problem- wäre da nicht der Rest des Uhrwerkes. Die Federn sind Bauteile, die eine Totaldemontage des gesamten Werkes notwendig machen. Meist muss man von der Zentralachse sogar die Rutschkupplung demontieren, die das Stellen der Uhr ermöglicht.

Platine eines mechanischen Uhrwerks

Platine

Das Problem ist wohl ein anderes…. Die Federn und alle fehlenden Räder wieder zwischen die beiden Platinen bringen und den Mechanismus des Schlagwerkes wieder zusammensetzen. Dann das Zifferblatt aufsetzen und den ganzen „technischen Unfug“ so einstellen, das das Schlagwerk um 11 auch wirklich 11 mal schlägt.

Fazit

Man muss, wie immer, genau wissen was man tut. Die Demontage des Uhrwerkes hat mich bis jetzt immer davon abgehalten, bei Werken mit Westminster Schlag Federn zu wechseln oder sie  auseinander zu bauen.