Vorweg
Hier tauchen mal wieder Marken- und Firmennamen auf- ich bekomme nichts dafür und habe auch keinerlei Vorteile davon. Man könnte das auch als „unbezahlte Werbung“ (miß-)verstehen.
Historie
Nachdem 2009 klar war, das Mandriva- Linux dem Ende entgegen schippert, war ich bei Ubuntu gelandet. Jaunty Jackalope hieß das Release(1), das ich probeweise installiert hatte. Mein Bruder empfahl mir nur LTS Versionen zu verwenden, um den Installationsaufwand zu verringern. Seit Ubuntu 10.04 LTS (2)(„Lucid Lynx“) habe ich sie alle „mitgenommen“ und damit gearbeitet. Jedes mal habe ich mich auf eine neue Version gefreut. Allerdings hatte ich mir relativ schnell angewöhnt, erst relativ spät zu updaten, um nicht alle Kinderkrankheiten fixen zu müssen.
Was mag ich an Ubuntu?
Man kann sich relativ einfach in das System einarbeiten: Meta- Pakete(3) und ein gutes Wiki halfen mir, so nach und nach zum Profi zu werden. Unter Ubuntu war es relativ einfach auch mit ISDN(4) ins Internet zu kommen, proprietäre Treiber(5) wurden nie verteufelt, man konnte also problemlos auch Nvidia Grafikkartentreiber verwenden ohne selbst kompilieren zu müssen. Anfänglich haderte ich mit dem GNOME(6) Desktop, war ich doch den KDE(6) gewöhnt. Aber heute muss ich sagen: ich mag den GNOME und seine Plugins und Einstellmöglichkeiten. So habe ich die Fensterfunktionen (minimieren, maximieren, schließen) gern auf der linken Seite.
Was ist passiert?
Der Dateimanager (heißt „Nautilus“) lässt es nicht mehr ohne weiteres zu, Systemverzeichnisse und -Dateien anzuzeigen. Das nervt mich, weil es einfach übersichtlicher und einfacher ist, sich „durchzuklicken“ als mittels „cd ..“ oder „/etc/default/grub.d“ durch Verzeichnisse zu hangeln- und manchmal will man ja nur prüfen ob dies oder das existiert.
Dann merkte ich: mein Lieblingsspiel ist nicht mehr in den Repos verfügbar… Wie viele Menschen, habe auch ich so ein „Arcade- Game“ das ich gerne mal zwischendurch zocke, zum entspannen. Es heißt „Crack- Attack!“
Als ich dann meinen Backupserver auf NFS Basis nicht einbinden konnte, war das Maß voll- das oben beschriebene Problem mit „Nautilus“ tat sein übriges.
Und jetzt?
Meinen Haupt-PC habe ich neu aufgesetzt, mit der (alten) 24.04LTS. Das Release wird ja noch eine Weile Supported. Der Zugriff auf meinen Backup- Server funktioniert wieder und Nautilus „taucht“ wieder in die Tiefen des Systems. Für’s innere Glück: ich kann wieder zocken- Was viele nicht wissen- die damals zu Crack- Attack! ausgelieferten Sound’s hatten wohl ein Urheberrechts- Problem und sind nicht mehr mit dabei, wenn man es neu installiert- ABER- ich hab die Files noch- und dann macht das noch viel mehr Spaß.
Auf dem Laptop habe ich PoP!OS von System76 installiert- zu Testzwecken. Das System hat einen neu entwickelten Desktop, der sich „Cosmic“ nennt. Ich finde ihn grandios- und wenn mir das System zusagt, werde ich wohl langfristig dorthin wechseln.
- 1= Release: Unter Linux wird so eine Version bezeichnet
- 2= LTS: Long Term Support: Version die 5 Jahre lang Updates bekommt
- 3= Meta- Pakete: Software ist unter Linux in Paketen organisiert, Meta-Pakete enthalten mehrere Pakete die (meist) zusammen benötigt werden
- 4= ISDN (Integrated Services Digital Network) digitaler Telefoniestandard der 90er
- 5= proprietäre Treiber – Treiber für Geräte, die Lizenzrechtlich immer Eigentümer des Herstellers bleiben und nie offen gelegt werden oder von dritten geändert
- 6= GNOME/ KDE- Desktop unter Linux bestimmt der Desktop zum großen Teil, wie das Betriebssystem aussieht und welche optischen Einstellmöglichkeiten man hat. Es gibt viele Desktops- GNOME und KDE sind am weitesten verbreitet
Ich kann noch selbst denken und schreiben, hier ist keine KI involviert!
I can still think and write for myself; no AI is involved here.


























