Licht (Projekt 52)

Schon vor Jahren habe ich bei uns jede Lampe auf LED- Technik umgerüstet. Keine Wärmeimmssion, geringer Stromverbrauch aber gleißende Helligkeit und Langlebigkeit zeichnen diese Technik aus. Schnell gewöhnt man sich daran.

Vor etwa 10 Jahren habe ich, da wo es all die schönen Sachen gibt, für nur 20 Euro eine LED Schreibtischlampe gekauft, moderne Technik zum kleinen Preis. Vor ein paar Tagen war die „Defekthexe“ zu Gast und machte die Lampe zur Signalleuchte. Durch Blinken und Flackern hat sie sich disqualifiziert.

In meinem Lieblingsinternet habe ich dann eine gute gebrauchte Lampe gefunden, die mir einfach gefällt. Über das Leuchtmittel habe ich nicht mehr nachgedacht.

meine neue Lampe am Bildschirm

die neue alte Lampe

Wie erstaunt war ich doch über das angenehme Licht! Sanft, warm und gemütlich. Eine 12V Halogenlampe mit 20 Watt „glimmt“ da vor sich hin. Hatte ich doch ganz vergessen, wie gemütlich das sein kann.

Vergangenheit

Wer jetzt glaubt, ich hätte die alte Lampe weggeworfen, irrt. Anfänglich dachte ich an eine unsaubere (kalte) Lötstelle, musste aber feststellen, das der Elektrolytkondensator, der als Spannungsdrossel fungiert, am aufgeben war. Ein neuer Kondensator ist für unter einen Euro zu haben, der Einbau ein Kinderspiel.

Zukunft

Die neue Lampe werde ich am Schreibtisch lassen, das Leuchtmittel sicher gegen eine LED ersetzen, ABER ich werde mich an den Werten der Halogenlampe orientieren:

  • warmer Lichtton (280lm)
  • keine gleißende Helligkeit (2700K)
  • Sockel G4

Es ist unglaublich angenehm, das hatte ich wirklich fast vergessen.

Projekt 52 Logo in grün

Das Projekt 52

dieser Beitrag gehört zur Bloggerinitiative „Projekt 52“ von Sari’s Heldenhaushalt.de

 

die älteste Sache in meinem Besitz

eine Blogger- Challenge aus UK von Thomas Rigby.

Dank auch an Thomas, der die Challenge über den Teich geholt hat

Mein vermutlich ältester Besitz ist ein Wecker der „Pfeilkreuz Marke“ also hergestellt in der Hamburg- Amerikanischen  Uhrenfabrik.

Was ist daran besonders?

Er ist von Beginn an in Familienbesitz. Mein Urgroßvater Bruno muss ihn einmal in Berlin gekauft haben. Die Konstruktion des Weckers [# Insiderwissen] lässt auf ein Produktionsdatum um die vorherige Jahrhundertwende schließen:

  • er besitzt einen entkoppelten, frei schwingenden Hammer
  • das Werk ist aus massivem Messing ohne Stahlräder
  • verkupfertes Gehäuse
  • Jugendstil- Design
  • keine Zentralsekunde (Sekundenzeiger nicht mittig)

die Story dahinter

Irgendwann riss eine der Federn und der Wecker wurde nicht weggeworfen, sondern diente als Bücherstütze im Bücherregal. Da er hübsch aussah, übernahm ihn mein Vater für seinen Bücherschrank. In der Zwischenzeit war auch sein Glas gebrochen.

ein historischer Wecker in Familienbesitz

Familienbesitz

Aber ich mochte ihn schon als Kind und war traurig, das er nicht funktionierte. Wenn ich ihn (heimlich) in der Hand hielt, erzählte er mir Geschichten…

Nun musste mein Vater wegen Demenz in ein betreutes Wohnen umziehen und viele seiner Sachen blieben zurück. Den Wecker hatte ich schon ganz vergessen- bis er mir in die Hände fiel.

Nach über 60 Jahren Stillstand hat er jetzt wieder ein Glas und seine gebrochene Feder ist gewechselt, sein Werk gereinigt und wie vor 120 Jahren schwingt seine Unruh tanzend im Takt, wenn man ihn aufzieht. Ich hatte Tränen in den Augen, als ich ihn montiert hatte, aufzog und sein „Herz“ wieder zu schlagen begann.

noch ein Wecker

Der zweit- älteste Gegenstand ist ebenfalls ein Wecker der H.A.U. Aber er ist kein „Familientraditionsgegenstand“- ich habe ihn gekauft, weil

  • er war billig (Auktion, keiner wollte ihn ->11 britische Pfund)
  • ich wollte wissen was ein „Repeat Alarm“ ist
  • es ist ein H.A.U.

Er muss die Insolvenz der H.A.U. schon gerochen haben: dünne Zahnräder und Platinen sogar ein Rad ist teilweise aus Eisen. Die Messingblende hinter dem Glas ist durch Pappe ersetzt und das Gehäuse ist (billig) lackiert. An Stelle einer Glocke schlägt sein Hammer innen auf den Gehäusedeckel. Er muss kurz vor dem Ende der H.A.U. gebaut worden sein, also 1928/29. Selbstverständlich ist auch er wieder voll funktionstüchtig.

alter Wecker mit "repeat Alarm, einem Vorgänger von "snooze"

mechanische Nervensäge

Was ist „repeat Alarm?“

Das hatte mich auch interessiert…  Zu eingestellter Zeit weckt er- etwa 10 Sekunden, dann ist wieder Ruhe, 10 Sekunden lang, dann wieder Alarm…Ruhe…Alarm- das so lange, bis die Kraft der Feder aufgebraucht ist. Die mechanische Variante der „Snooze- Taste“ sozusagen. Voll die Nervensäge, mit genug Potential an die Wand geworfen zu werden.

Aller guten Dinge sind drei!

Und dann gibt es da noch etwas besonderes: Obstschalen aus billigem Pressglas, aus denen ich als kleiner Junge, so lange es Oma gab, mein Kompott gegessen habe. Meist selbst geerntete Erdbeeren aus dem Garten oder dem Einweckglas. Die Schalen sind die letzten „Überlebenden“ eines großen Service. Es bestand aus einem ovalen Obst- oder Kuchenteller, einer großen Schüssel, 6 großen und 6 kleinen Schalen. eine Große und eine Kleine besitze ich noch.

hellblaue, flache Glasschale aus Pressglas, etwa 70 oder 80 Jahre alt

davon gab es Kompott

Der Größenunterschied macht vielleicht ein oder 2 cm aus. Ich mag den Farbton und die Machart. Sie erinnern mich an eine wunderschöne Zeit in meinem Leben- als ich vor der Schulzeit fast 2 Jahre bei meiner Oma gelebt habe. Freiheit, Güte und Gemeinsamkeit habe ich so nie wieder erlebt.

Warum ich da mitmache?

Viele der Challenges empfinde ich als „Selbstbeweihräucherung“- Hier ist das (für mich) total persönlich. Es sind Gegenstände die von früher erzählen, man muss nur genau hinsehen. Zugegeben, war ich hier sicher auch nicht ganz ehrlich- als Sammler alter Wecker, Uhren und Kuckucksuhren habe ich einige alte Dinge, und es würde schwer werden alles in die richtige Chronologie zu bekommen- Ich habe hier die aufgelistet, die mir wichtig sind.