irgendwann werden wir folgen…

Entgegen meiner persönlichen Regeln wurde In diesem Beitrag ein von Gemini (KI) generiertes Bild benutzt. Ich bin einfach zu blöd, soetwas selbst zu zeichnen.

Wie hier zu lesen, war unser geliebter Hund schwer krank und nach mehreren Tierarztbesuchen und Therapien sah es so aus, als würde sich unser „Hondolinchen“ erholen.

Als ich am ersten April zum Dienst musste, ging es ihr schon wieder schlechter, Die Frau an meiner Seite machte für den nächsten Tag einen Termin beim Veterinär aber ich hatte schon ein ungutes Gefühl.

Nach getaner Arbeit, kam ich kurz vor Mitternacht zu Hause an. Unser geliebter Begleiter kam mir langsam und kraftlos entgegen- aber mit wedelnder Rute. Sie legte sich auf ihren Lieblingsläufer. Sanft streichelte ich sie, Ihr Kopf lag auf ihren Vorderpfoten und sie entspannte sich, als ich sanft über ihr Fell strich. Irgendwann sagte ich „Gute Nacht mein Hondolinchen, schlaf gut!“ Ihre Rute wedelte, kurz und langsam.

Am nächsten Morgen kam die Frau an meiner Seite mit Tränen im Gesicht und sagte mit weinerlicher Stimme: „Maja ist gestorben, sie liegt ganz friedlich in der Küche, ich dachte zuerst, sie schläft!“

Unser näheres Umfeld wusste um den Zustand unseres Lieblingstieres, also postete ich ein Bild aus guten Zeiten im Status meines Messengers mit einem kleinen Text:

unser Hund in guten Zeiten

immer freundlich

„Irgendwann werden auch wir über die Regenbogenbrücke gehen, es wäre schön wenn Du uns von dort abholst, wir hätten Dich gern wieder an unserer Seite!“

Am Vormittag des zweiten Aprils begrub ich sie bei uns zwischen Hof und Garten, an einer Stelle, wo sie früher gern saß, wenn sie auf uns wartete. Von dort kann man Haus und Hoftor einsehen.

In mir kam die Frage auf, ob wir wirklich mehr sind als Moleküle in Kreisläufen, die ihren Energiehaushalt kontrollieren.

Auch war ich wütend und verletzt. Ich erinnerte mich daran, das die Großmutter, die mich aufzog, die mir Liebe, Güte und Wärme entgegenbrachte, auch als erste gegangen ist. Wütend war ich, das ich unserem Lieblingshund nicht helfen konnte, die Ohnmacht, der Schmerz.

Also hob ich eine Grube aus, harkte sie und ließ Hondolinchen auf ihrem Läufer sanft in ihre letzte Ruhestätte. Ich schloss ihr vorher die Augen und sanft deckte ich sie mit Erde zu.

In den Weiten des Netzes habe ich gelesen, das man bei Völkern, die an die Wiedergeburt glauben, alle Zeichen von Gefangenschaft entfernt, damit die Seele frei ist und wieder zurück kommen kann. Ich habe ihr ihr Halsband abgenommen, auch wenn sie nie gefangen war und wir fast immer ohne Leine unterwegs waren.

KI generiertes Bild vom Hundehimmel

Wunschvorstellung

 

Wir waren zerrissen- auf der einen Seite der Verlust, glauben wir doch beide, noch etliche Jahre gemeinsam im See schwimmen zu können- auf der anderen Seite waren wir „zufrieden“, das sie sich nicht lange quälen musste.

Sie wurde in einem Circus geboren, der in der „Fliederstadt“ regelmäßig überwintert, von dort kam sie zu uns- und wir liebten sie.

Bild mit ihrer Grabstelle

Ruhe sanft und in Frieden

 

 

Entscheidung

Vorwortliches

Manchmal passieren Dinge einfach so, Schlag auf Schlag und man muss Entscheidungen treffen, die einem keine Zeit zum Nachdenken geben oder man hat schon lange vorher überlegt „was wäre wenn“- um dann doch mit der Situation überfordert zu sein.

Was ist passiert?

Anfänglich dachten wir, unser Hund hätte etwas schlechtes gefressen- früh war die Küche voll mit erbrochenem- aber, wir sollten uns täuschen. Unser Hund hat einen gesunden Appetit- eigentlich… 24h später das selbe Bild, nun lag unser „Hondolinchen“ apathisch in der Ecke, erbrochen hatte sie nur Schleim- gefressen  hatte sie ja nichts.

Da meine bessere Hälfte schon Rentner ist, bin ich zum Dienst und sie zum Tierarzt. Als ich nach hause kam war kein Hund da- den ganzen (Arbeits-) Tag ging es mir schlecht- es war ein Schock. Niemand kam mir freudig entgegen und geleitete mich zur Kaffeetafel um ein Stück vom Keks zu bekommen. Kein Anruf erreichte mich, keine Nachricht. In meinem Inneren breitete sich eine Leere aus. Nach der Arbeit hatte ich Angst und habe mich nicht getraut anzurufen…

Unser Superhund

unser Hund

und weiter?

Die Frau an meiner Seite wollte mich nicht verrückter machen als ich ohnehin schon war… Unser Hund hingegen war beim Veterinär unserer Wahl und bekam eine Infusion.

  • Pankreatitis (Bauschpeicheldrüsenentzündung)
  • Dehydrierung
  • Störung des Elektrolyte- Haushaltes
  • dadurch Nierenversagen
  • freie Flüssigkeit im Bauchraum (Blut)

Ich war geschockt.

Was ist das für ein Tier?

Unser Hund ist (für uns) etwas besonderes. Sie hat nie in den Postboten gebissen, Kindern in die Hand „gekniffen“, lässt sich ohne Knurren das Futter wegnehmen- freut sich über jeden Besuch, kommt mit Hunden, Pferden und Katzen klar. Ein Superhund- denn in jungen Jahren konnte sie sogar fliegen- hat sie mir doch 2 mal das Frühstücksbrötchen aus der Hand „genommen“ ohne mich dabei zu berühren- aus dem Sprung.

Sie ist ein echter „Sheprador“ – eine Mischung aus Labrador und Australian Sheperd. Vom Labrador: schwimmen, Gutmütigkeit, der Wunsch zu gefallen, vom „Aussi“- Klugheit, Neugier.

Natürlich haben beide Rassen nicht nur gute Eigenschaften: sie frisst gern, viel und alles, ist distanzlos und verbellt und bellt gern- aber nie ohne Grund. Sie ist wachsam.

die Entscheidung

Nun war es so weit: eine zweite Ultraschalluntersuchung wurde gemacht- und wir haben vorher DIE ENTSCHEIDUNG getroffen- wenn es nicht heilbar ist, soll sie dahin gehen wo die Würstchen an den Bäumen wachsen und der Kirschjoghurt nie versiegt, wo es jeden Tag einen neuen Fuchsbau gibt, den man verbellen kann… Es wäre ein Abschied gewesen, aber wir sind es ihr schuldig, sie zu erlösen,wenn sie nicht mehr Hund sein kann sondern nur noch Patient ist. 

Es ist ein Sch*** Gefühl.

Aufatmen

Keine Tumore, keine freie Flüssigkeit. Die Infusionen haben ihren Zustand merklich verbessert. Heute nochmals eine Blutuntersuchung, um zu sehen ob sie auch sonst auf einem guten Weg ist.

Summa Summarum

So schnell kommt man zu einer Entscheidung über Leben und Tod. Ungewollt in voller Härte. Für alle, die jetzt meinen- „ist doch nur ein Hund“:

  • das letzte Kind hat Fell (ist also echtes Familienmitglied)
  • man wirft ein Leben nicht weg, nur weil es einem Hund gehört
  • Verantwortung wahrnehmen

Unser besonderer Dank gilt den Hoftierärzten für ihre Empathie, fachliche Kompetenz und schnelle Hilfe. Wir bekommen keinerlei Rabatt oder irgendwelche Gratisleistungen, wenn ich das Team der Hoftierärzte hier erwähne, aber sie sind Tierarzt 2.0! Warum?

  • stilvolle Einrichtung im Wartebereich-werbefrei
  • getrennte Hunde- und Katzenwartezimmer
  • absolute Sauberkeit- ein leichter Geruch von Desinfektion
  • sämtliches Personal ist in medizinischer Bekleidung
  • moderne Diagnostik (Ultraschall, Röntgen)
  • eigenes kleines Labor
  • EMPATHIE!!!

In einem „Das sind Wir“ Video fällt der Satz „Wir sind stolz Teil dieser Region zu sein!“ Die Region kann stolz auf euch sein!

unser Hund, krank unter dem Tisch

wir hoffen und pflegen

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dieser Beitrag ist Bestandteil von Sari’s Projekt 52

Vornamen? Verantwortung!!!

Prolog

Blogissimo hat eine „Blogparade“ ins Leben gerufen und das Thema „Vornamen“ ist für mich ein heikles. Vor- und Nachname bieten ein Zusammenspiel, was Fragen aufwirft…

So What?

Wenn man mit Vornamen Wolf und mit Nachnamen Jäger heißt, finden das alle lustig- nur man selbst nicht. Das ging in der Schule schon los: „Wolf pass auf der Jäger kommt!“ ist mir da noch in Erinnerung. „Der erste Wolf der schießen kann!“ , dagegen ist „Franz Jäger Berlin“ (fiktive Tresormarke in den Olsenbande  Filmen) harmlos.

der Umgang

Manchmal werde ich ungläubig gefragt: „Wie schreibt man das?“ Meine Standardantwort: „Wolf so wie Rotkäppchen und Jäger so wie Förster!“ Oft wird dann doch ein Wolfgang daraus… Vor etlichen Jahren musste ich mal auf ein Amt, man bekam am Schalter eine Marke und die Personalien wurden aufgenommen: „Wie schreibt man das?“ Wolf so wie Rotkäppchen…“ Die Zeit verging und ab und an wurde ein Herr Förster aufgerufen…

Oft werde ich gefragt, was sich meine Eltern dabei gedacht haben… Meist erwidere ich, das es auch in der DDR Drogen gab…. Eine Erklärung meiner Eltern gab es trotz Nachfrage nie.

schön wäre es gewesen

Ach ja, gern hätte ich einfach „David“ geheißen. Egal ob englisch oder deutsch ausgesprochen. „Dave“ wäre eine schöne Koseform gewesen, für die Frauen in meinem Leben. Wer bitteschön will „Wölfchen“ genannt werden, oder wie mein Lehrausbilder leicht humoresk rief:“Wölfi“. Nee, bitte nicht- don´t do so.

Kinder

Meine 3 Töchter heißen Ulrike, Tabea und Luiza. Sie haben verschiede Mütter, deshalb haben sie auch, vom Style her, verschieden Namen.  Wenn es nur nach mir gegangen wäre, würde Ulrike sicher Jessica heißen. Sie meinte mal, das sie es hätte schlechter treffen können, aber es gäbe keine schöne Koseform. Tabea hat sich nie beschwert. Die Jüngste, Luiza, ist zwiegespalten:  einerseits mag sie es, so unverwechselbar zu sein, auf der anderen Seite ist sie manchmal genervt, wenn sie ihren Namen buchstabieren muß. Sie hat noch einen zweiten Vornamen: Ryanne. Mit dem geht es ihr ähnlich. Mir knapp 60 ist das Thema Kinder sicherlich durch, aber wenn die nächste Tochter käme, würde ich sie „Fritzi“ nennen. Wenn die Große ein Junge geworden wäre, wäre sie ein „Felix“ geworden, bei den beiden anderen stellte sich die Frage nicht.

Epilog

Natürlich will man für seine Kinder einen besonderen Namen, der in die Zeit passt, an Verwandte erinnert, oder den man einfach mag. Aber, Namensgebung darf kein egozentrischer Ausflug sein, Namen lösen Reaktionen oder und Vorstellungen aus, die nicht immer positiv sein müssen.

Licht (Projekt 52)

Schon vor Jahren habe ich bei uns jede Lampe auf LED- Technik umgerüstet. Keine Wärmeimmssion, geringer Stromverbrauch aber gleißende Helligkeit und Langlebigkeit zeichnen diese Technik aus. Schnell gewöhnt man sich daran.

Vor etwa 10 Jahren habe ich, da wo es all die schönen Sachen gibt, für nur 20 Euro eine LED Schreibtischlampe gekauft, moderne Technik zum kleinen Preis. Vor ein paar Tagen war die „Defekthexe“ zu Gast und machte die Lampe zur Signalleuchte. Durch Blinken und Flackern hat sie sich disqualifiziert.

In meinem Lieblingsinternet habe ich dann eine gute gebrauchte Lampe gefunden, die mir einfach gefällt. Über das Leuchtmittel habe ich nicht mehr nachgedacht.

meine neue Lampe am Bildschirm

die neue alte Lampe

Wie erstaunt war ich doch über das angenehme Licht! Sanft, warm und gemütlich. Eine 12V Halogenlampe mit 20 Watt „glimmt“ da vor sich hin. Hatte ich doch ganz vergessen, wie gemütlich das sein kann.

Vergangenheit

Wer jetzt glaubt, ich hätte die alte Lampe weggeworfen, irrt. Anfänglich dachte ich an eine unsaubere (kalte) Lötstelle, musste aber feststellen, das der Elektrolytkondensator, der als Spannungsdrossel fungiert, am aufgeben war. Ein neuer Kondensator ist für unter einen Euro zu haben, der Einbau ein Kinderspiel.

Zukunft

Die neue Lampe werde ich am Schreibtisch lassen, das Leuchtmittel sicher gegen eine LED ersetzen, ABER ich werde mich an den Werten der Halogenlampe orientieren:

  • warmer Lichtton (280lm)
  • keine gleißende Helligkeit (2700K)
  • Sockel G4

Es ist unglaublich angenehm, das hatte ich wirklich fast vergessen.

Projekt 52 Logo in grün

Das Projekt 52

dieser Beitrag gehört zur Bloggerinitiative „Projekt 52“ von Sari’s Heldenhaushalt.de

 

Amaryllis im Kasten

die Begrifflichkeiten

Seit Jahren besitzen wir diese Schönheiten. Amaryllis, Ritterstern, Hippeastrum… Halt- falsch- Wir haben Rittersterne, also lateinisch Hippeastrum. Die lateinisch als Amaryllis bezeichneten Blumen sind „Belladonnalilien“ und blühen im Sommer. Der allgemeine Sprachgebrauch ist also falsch und damit irreführend. Hier geht’s um Hippeastrum, die zu deutsch Rittersterne heißen.

Blüte eines Ritterstens

einfach schön

das Besondere

Früher hatte ich eine Menge einzelner Töpfe, die alle von einer „Urzwiebel“ abstammen. Je nach Sorte „kindeln“ Rittersterne mehr oder weniger. Das heißt, es bilden sich Tochterzwiebeln, die nach etwa 2 Jahren blühfähig sind. Stellt man die Zwiebeln (hinter dem Fenster) in die Sonne gedeihen sie und entwickeln einen riesigen Durst. Leider kann man sie nicht im Wasser stehen lassen- Zwiebelbodenfäule, „roter Brenner“ und andere Krankheiten würden binnen kurzer Zeit zum Sterben der Rittersterne führen. Also täglich dosiert gießen!? Dann muß man mal weg, irgendetwas kommt dazwischen…

Da kam ich auf die Idee Blumenkästen mit Wasserreservoir zu verwenden. Jetzt reicht es aus 2 mal die Woche zu gießen. Im Schatten reicht ein mal wöchentlich.

mit der Sorte Minerve gefüllter Blumenkasten

der Minerva- Kasten

Die Blumenkästen laufen über, wenn das Reservoir voll ist- somit keine Staunässe möglich. Das Bild heißt „der Minerva- Kasten“ weil dort nur Rittersterne der Sorte Minerva verpflanzt sind.

Zur Kulturführung ist noch zu sagen: Gleichmäßige Feuchte führt (fast immer) zu Pilzbefall und andauernde Trockenheit meist  zu tierischen Schädlingen wie Spinnmilben oder Thripsen. Zu starke Trockenheit ist auch für die Kulturpflanze nicht von Vorteil.

Um das zu umgehen, bin ich bei einer wechselnden Kulturführung geblieben: Kästen und deren Reservoir ganz „fluten“ und erst wieder gießen, wenn die Erde im Kasten richtig trocken ist- dann aber wieder mit Wasser nicht sparen.

Lifetime: So einen Kasten topfe ich nicht jedes Jahr um- viel zu viel Arbeit. Wenn man gute Blumenerde verwendet, die noch einen Torfanteil besitzt, reichen alle 3 Jahre aus. Das erste Jahr dünge ich auch nicht, da die Blumenerden alle aufgedüngt sind. Dadurch kann man schnell überdüngen.

Knospe eines Rittersterns im Blumenkasten

eine Knospe

Sonstiges

So gegen Ende November/ Dezember gieße ich nur noch ganz wenig- dann beginnt die Ruhephase, das Laub wird gelb und man kann es abschneiden. Im Januar halte ich dann die Erde etwas feuchter- damit die Zwiebeln einen „Startanreiz“ in die nächste Saison bekommen.Obwohl es bekannt ist, erwähne ich es hier nochmal ausdrücklich: Rittersterne sind giftig! Wer empfindliche Haut hat, trägt beim Umtopfen also besser Handschuhe!

Ein Blütenstand mit nur 2 Blüten haben entweder nur sehr junge Pflanzen oder schlecht ernährte. Zu geringes Erdvolumen kann auch eine Ursache sein. Das Problem umgeht man mit der „Kastenmethode“ ebenfalls.

Ein weit verbreiteter Irrglaube ist, das man die Zwiebeln beim Umtopfen von der Hülle aus getrockneten Zwiebelschalen befreien muss- NEIN- die Pflanze legt sie sofort wieder an um sich vor Austrocknung zu schützen. Das macht man nur, wenn man Pilzerkrankungen hat, um den ungebetenen „Gästen“ Lebensraum zu nehmen.

Kastengrößen: ich benutze Blumenkästen mit 60 oder 80cm Länge für je 3 Zwiebeln. Es gibt auch für Blumenkästen Untersetzer- wer Angst hat, das der Kasten mal überläuft, sollte sich soetwas zulegen.

Hier noch ein paar Archivbilder aus meiner Fotosammlung, die nicht explizit für diesen Artikel gemacht wurden aber alles noch ein wenig „aufhübschen“.

Unwissenswertes

Weiße Rittersterne haben die längsten Blütenschäfte. Da sind 80cm bis über ein Meter keine Seltenheit.

Ritterstern Pflege

Wer mehr wissen will und darüber nachdenkt, seine eigenen Sterne zu haben, dem empfehle ich diesen Artikel:

Amaryllis Pflege kinderleicht – 6 simple Tipps

Der Verfasser und ich sind zwar nicht immer einer Meinung, sein Weg ist der klassische, aber wenn man Hippeastrum haben möchte, gibt’s da viel Wissen.

In dem Artikel von Parzelle 94 wird auf eine wichtige Kältephase hingewiesen (mache ich nie, weil ich es nicht kann) und es wird das Entfernen alter Zwiebelhüllblätter empfohlen- alles Andere was Stefan dort schreibt findet meine vollste Zustimmung.

Das mit der Kältephase ist sicher förderlich- bei mir aber nicht notwendig: Wir leben nicht in überheizten Räumen- 20/21 Grad bei Fußbodenheizung, die Blumenkästen stehen alle 3 an Fenstern, die auch mal eine Stunde angekippt sind- da gibt’s dann Abkühlung. Mag sein, dass das der Schlüssel zum Glück ist…

Dieser Artikel gehört ebenfalls zur Bloggerinitiative „Projekt 52projekt 52 logo

 

Chaos um Weihnachten

Auch dieser Beitrag gehört zum Projekt 52 vom Heldenhaushalt.projekt 52 logo

Dieses Jahr war ein ruhiges Fest geplant, die Frau an meiner Seite musste am 24. und 25. Dezember Spätschichten und ich hatte eine Leistenbruch- OP hinter mir. Also „No Stress“, nicht schwer heben und anfänglich nicht Auto fahren. „Spass“ gab es trotzdem.

Als erstes meldete sich eine meiner Töchter- kurz vor Weihnachten hatte sie einen Rohrbruch und ihr Vermieter war nicht erreichbar. Leider wohnt er in einem anderen

nasse Flecken an der Decke

Rohrbruch

europäischen Land und niemand hat ausreichende Befugnisse… Es zog sich Tage hin, bis das Leck gefunden wurde. Um es zu beseitigen muss eine Wand geöffnet werden, zwar nicht bei ihr in der Wohnung, aber viele der Absperrhähne sind festgegammelt- man kann also nur am Haupthahn abstellen. In dem Haus wohnen mehre Familien…

Kurz vor dem Fest war ich sie besuchen, wenigstens einen der Enkel sehen, bisschen Kaffee trinken und quatschen. Sie wohnt an der Küste, und wir sehen uns viel zu selten.

Am ersten Dezember hatte ich eine Leistenbruch OP, was temporär mit Einschränkungen verbunden war. Nicht Auto fahren, nichts heben, mir blieb also nicht viel… Der beste Hund auf dieser Welt hatte Freude an unseren Spaziergängen. Viele Dinge wurden dann „last Minute“.

So auch der Einbau unseres neue Induktionskochfeldes, das hier im Haus niemand mehr missen möchte. Das alte Ceranfeld begann sich aufzulösen. Induktion geht viel schneller und macht längst nicht soviel Abwärme.

Induktionskochfeld

Induktionskochfeld

Die Bedienung ist einfach und das mit den „Slidern“ macht sich besser als bei dem alten Ceran- Feld, wo man nur via Tippen die Kochstufe wählen konnte. Man kann sogar Kochpausen machen, wenn man mal schnell weg muss. Begeistert hat mich aber wirklich die Geschwindigkeit, mit der man Speisen erhitzen kann. Wer hier auf dem Bild einen Markennamen sucht- ich habe ihn rausretuschiert, weil ich den Hinweis „enthält Werbung“ affig finde und ihn für ein abgebildetes Kochfeld nicht gerechtfertigt halte.

Wie jedes Weihnachten war am 24.12. Vormittag Baum schmücken angesagt. Wenn man wie ich, eine spezielle Vorstellung vom Weihnachtsbaum hat, ist das vorher schon richtig nervig.

Ich mag keine bunten Bäume, seit ich 16 bin. Damals hatte unser Gegenüber in Berlin

unser Weihnachtsbaum 2025, Nordmanntanne mit silbernen Kugeln

unser Baum

einen Baum, ganz in rot mit glänzenden Kugeln und Schleifen. Und da beginnt das Problem… Es gibt nur irgendwelche (für mich) geschmacklosen Kugel- Mixe. Silber glänzend und Silber matt ist da noch harmlos. Am schlimmsten sind dann noch Kugeln auf denen „Merry Chrismas“ steht. Also habe ich viele Kugeln auf dem Boden, die ich nicht brauche. An Gold bin ich bis jetzt gescheitert. Da gibt es von Kupfer bis grünlich alles. Es würde mich begeistern wenn es die einheitlich in Gelbgold gäbe, ohne aufgemalte Rentiere, Tannenzapfen oder englische Sprüche. Lichterketten sind ähnlich. Am Baum hab ich gern die in Kerzenform mit Kugelgelenk- so das man die Kerze auch gerade stellen kann. Ehrlich gesagt ist es mir unverständlich, das es die Kerzen meist ohne Kugelgelenk gibt. Aus Umweltgründen verwende ich keine Batterieteile. Nach Jahren in rot, habe ich dieses Jahr den Behang in „silber glänzend“ gewählt, mit Girlande. Es ängstigt mich, wenn ich daran denke alles wieder ein zu packen- so das man es wieder findet. Die Außenbeleuchtung an der Dachrinne ist dieses Jahr Komplett in blau.

Dann war da noch der Spaß mit der chinesischen Standheizung für die Werkstatt. Um bei Kälte mal was reparieren zu können ohne irgendwo fest zu frieren hatte ich schon

kleine 5KW Dieselheizung

mein Heiz- Chinese

lange an eine temporäre Heizung gedacht. Da nur 3x 16 Ampere zur Verfügung stehen, war eine Elektroheizung nicht machbar. Die Werkstatt ist eigentlich nicht fertig, aus der Not heraus habe ich damals schnell eine Decke eingebaut, Strom gelegt… Den Fußboden habe ich nicht in Ordnung gebracht- jetzt herrscht ein riesiges Chaos, weil ich keine Werkbänke und Regale einbauen kann- ohne Fußboden. Ein Grund mehr, die Heizung an die Wand zu schrauben. Nicht im Bild ist die über 6 Meter lange Abgasleitung, die meine Garage etwas anwärmt. Das ist aus der Not heraus geboren. Auf dem Foto liegt das Luftfilter noch auf dem Boden. Jetzt kann ich endlich den Federwinder fertig stellen, den ich brauche um an Großuhren die Feder(n) zu wechseln, und, wenn ich mal besonders guter Dinge bin, der Werkbank ihr „kreatives Flair“ zu nehmen.

Federwinder in Bauphase

Federwinder

 

 

kleiner Nachtrag

Während ich diesen Beitrag geschrieben habe, konnte ich den Ernstfall proben: bei meiner Kreissäge war am Motor ein Lager festgelaufen. Da war ich echt zufrieden, leicht temperiert arbeitet es sich doch wesentlich besser.

ZUSAMMENGEFASST

Diese Jahr war die Weihnachts- und Vorweihnachtszeit doch relativ chaotisch, aber doch irgendwie schön. Wir hatten Zeit für uns und auch jeder für sich. Alle Herausforderungen gemeistert…

 

 

Ultraschall- Arbeit

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Irgendwie muss man ja seinen Lebensunterhalt bestreiten- die Hobbys und Freuden aber auch Strafzettel wegen „zu langsamen Fahrens“ finanzieren. Im Laufe des Lebens hat man das meist in mehreren Varianten ausprobiert- ich befinde mich momentan auf der Zielgeraden meiner Erwerbstätigkeit, „nur“ noch 7 Jahre und 3 Monate.

Was macht der denn da?

Mittels Ultraschall suche ich in (Hochdruck-) Gasflaschen nach Rissen oder Löchern. Einfach mal reingucken reicht leider nicht, denn es gibt ja die „unsichtbaren“ micro- Risse und den Rost, der die Hülle dünner werden lässt. Wer jetzt an die „schönen“ Bilder beim Gynäkologen denkt, liegt völlig Falsch- Ultraschall ist eigentlich nicht bildgebend.

Ein paar schöne Kurven!

Im Gegensatz zu tollen Bildern, hat der technische „Schalli“ ein paar verbogene Linien und seinen Verstand. Die Nachfolgende Grafik zeigt so ein Bild eines Mehrfach- Prüfkopfes, der aus 5 Einzelköpfen besteht.

Skizze eines technischen Schallbildes

Skizze

Jeder der 5 Schallköpfe sendet einen Schallimpuls aus und empfängt ihn wieder- dabei wird die Laufzeit ausgewertet. Die Skizze stellt das Schallbild einer Gasflasche dar. Je 2 der Köpfe sind längs, bzw. quer zum Flaschenrumpf verbaut, der fünfte misst die Wandstärke.

In der Skizze steht L für einen längs zur Flasche einschallenden Kopf, Q für Quer. WS ist die Wandstärkenmessung.

Fehler 1: so sieht eine Schleifstelle oder raue Oberfläche aus

Fehler 2: so sieht ein Loch oder Pickel aus

Fehler 3: „Todesurteil“ für diese Flasche- Wanddickenunterschreitung

Als Prüfer muss man diese Fehler begutachten und auswerten können. Wenn Fehler 2 ein Loch ist (egal ob innen oder außen) ist die Flasche ebenfalls Schrott, auch wenn keine Wanddickenunterschreitung angezeigt wird. Lochfraß ist gefährlich, da die Wanddickenunterschreitung nicht unbedingt angezeigt wird- durch die meist kugelige Ausprägung der Löcher wird der Schall schräg reflektiert- sein Weg wird wieder länger und damit erkennt die Anlage die zu dünne Flaschenwand nicht. An dieser Stelle sind die Grenzen des Verfahrens erreicht und der Prüfer ist gefragt.

Die Alarmkriterien sind auch von der Gasart abhängig- hier sei nur die Wasserstoffversprödung erwähnt. Hier sei dann auch noch bemerkt, das die „bösartigsten“ Gasarten Kohlendioxid und Helium sind. Kohlendioxid wird unter Druck richtig aggressiv, kommt dann noch ein wenig Feuchtigkeit hinzu sind dem Lochfraß keine Grenzen gesetzt. Helium ist stark hygroskopisch- also eigentlich das selbe Problem.

Wie kommt man in die „Schallbruderschaft“?

Ich habe einen 3-wöchigen Lehrgang absolviert, aber vorher schon mit einem Kollegen zusammen geprüft- Er hatte dann die Verantwortung und hat alles kontrolliert. Auch nach bestandener Prüfung wurde ich ein Jahr nicht allein gelassen.

Es ist auch heute noch so, das wir Prüfer uns auch gegenseitig um eine Meinung bitten oder uns Kuriositäten zeigen. Es geht ja um die Sicherheit. Eine explodierende Gasflasche kann tödlich sein, auch wenn deren Inhalt nicht brennbar ist.

Nach 5 Jahren muss man dann sein Zertifikat erneuern- also eine praktische Prüfung ablegen- nach 10 Jahren rezertifizieren- da gibt’s dann das Komplette Programm.

Werkstück mit Schweißnaht zur Prüfung

finde die Fehler!

Ich war jetzt in Ismaning um dort mein Zertifikat zu erneuern. Prüfung bestanden- also darf ich weiter 5 Jahre lang prüfen.  Da es auch geschweißte Gasflaschen gibt, muss ich zur Erneuerung meines Zertifikates eine Schweißnaht prüfen- mit einem manuellen Prüfgerät und nicht mit einem Automaten. Alle Fehler müssen per Hand in eine Skizze eingetragen werden, die Fläche mit einem Handprüfkopf abgefahren werden. Also das selbe Verfahren, aber vom Handling her völlig anders.

Gern wäre ich schon früher „Schalli“ geworden- aber was man nicht weiß…

Ich hoffe, das ich das noch bis zur Rente machen kann- und vielleicht noch etwas darüber hinaus- dann allerdings nicht mehr Vollzeit.

Dieser Beitrag ist sehr allgemein gehalten und gibt nur einen sehr groben Eindruck über die Arbeit als Ultraschallprüfer wieder. Er ist für Laien gedacht und nicht als Lehrmaterial zu verstehen.

Das letzte Kind hat Fell -Haustiere

Auch dieser Beitrag gehört zur „Projekt 52“ Reihe projekt 52 logo

 

Damals

Vor mehr als 15 Jahren hatte ich einen stressigen Alltag. Meine Stieftochter machte ihr Abbi und die „Kleine“ war frisch in der KiTa. Meine Frau war in Tagschicht, ich meist in 3 Schichten. Je nach Schicht Einkaufen, ein Kind abholen oder wegbringen irgend ein Essen aufwärmen, Haus und Gartenarbeit. Meine Stieftochter (ist und) war ein kluges, gut organisiertes Mädchen, mit einem normalen Hang zur Unordnung, welcher sich jetzt absolut gelegt hat. Aber auch solche Kinder möchten zum Chor, zur Freundin oder zum Event chauffiert werden- kluge Kinder haben Lust, die Welt zu entdecken. Die Kleine wollte diese Welt auch entdecken- Freunde, See, Eis….

Heute

Man steht gemütlich gegen 8 Uhr auf (in der Spätschichtwoche) um gegen 9.30 Uhr das Frühstück abzuschließen. dann ein Wenig Hof und Garten um anschließend (gern mit dem „Moped“) zur Arbeit zu fahren. Abends nach der Schicht noch ein wenig online Strategie um dann gemütlich ins Bett zu fallen. An dieser Stelle sei vermerkt, das ich kein Geld vom Betreiber dieses Spieles bekomme um es hier zu verlinken und das ich einen Premium- Account habe, der 25  im Jahr kostet.

unser Hund

der Superhund

All das ist weit entfernt vom früherem Stresslevel. Würde ich auch so nicht mehr aushalten. Aber ganz ohne Alltagsverpflichtungen??? Jemanden der sich freut, wenn man da ist? Und- der auch mal „Sand“ ins Getriebe streut? Geht so auch nicht. Da meine Mutter mal 12 Katzen in der Wohnung hatte, sind wir auf den Hund gekommen.

Was ihn ausmacht

So ein Hund ist ein „besonderer Mensch!“ meinte ein Kollege- und Recht hat er! Klar, Hunde sind wirklich dumm- gib einem Hund 2 Dinge die er mag und die er nicht auf einmal transportieren kann- er wird Minuten lang den einen gegen den anderen Gegenstand tauschen. Aber seine Empathie ist großartig. Niemand sonst sitzt Stunden vor dem Tor, bevor man nach Haus kommt. Und dann: grenzenlose Freude und das Ritual ein Wiener Würstchen zu teilen. Gemeinsam Rehe in der Wiese aufscheuchen. Oder: schwimmen! Seit Jahren fahren wir an einen See um dort zu schwimmen- nicht allein!!! Unser „Hondolinchen“ dreht durch und kann es kaum erwarten!

Da wir auf dem Land wohnen- und das außerhalb des Dorfes, kann ich mich auch über nicht so geschätzte Eigenschaften amüsieren. Verbellen- amüsiert mich oft. Hondo mag keine Kinderwagen- sie tut keiner Seele etwas, aber Kinderwagen verbellt sie- warum auch immer. Kleine Verbrennungsmotore ebenso. So beißt sie in eines der Vorderräder des Rasenmähers, wenn ich ihn starte. Den alten Parker-Sweeper Kommunalsauger mit seinem 8 PS Motor verbellt sie schon, wenn ich ihn nur aus der Garage hole… Unser Hund leistet Gesellschaft, fordert, und ist auch ein Quell der Freude. Ausserdem wird man gezwungen ein paar Mal mit ihm einen kleinen Spaziergang zu machen- was dem körperlichen Verfall und dem inneren Schweinehund sicherlich entgegen wirken. Unser Hund ist nicht mehr weg zu denken: er wird geliebt und genießt das- siehe Bild.

unser Hund, wenn ihm der Bauch gekrault wird

der Genießer

 

Deutlich zu sehen- unser Hund ist nicht einfach ein Haustier- er gehört zu Familie.

Wahnsinn

Dies ist wieder ein Thema aus der „Projekt52″von Sari’s Heldenhaushalt.deprojekt 52 logo

Prolog

Der Mensch bezeichnet sich oft als intelligentes Lebewesen, der in der Lage sei viele Dinge selbst in die Hand zu nehmen, ein soziales Wesen zu sein, das auf seine Umwelt und seinen Lebensraum achtet. Das muss ich durch meine Lebenserfahrung stark in Frage stellen. Ich bin der Meinung, es ist der pure Wahnsinn, gepaart mit Größenwahn und Egoismus, der uns hier antreibt. Auch wird behauptet, das wir in den letzten 3..400 Jahren eine große geistige Entwicklung gemacht hätten.

Tatsachen

Unsere politische Führung, alle samt keine materiell armen Menschen, zeigt es uns: „Wir können uns den Sozialstaat nicht mehr leisten!“ Das bedeutet, das wir weiterhin (und noch stärker) die Kinder materiell schlecht gestellter Menschen (und diese Menschen natürlich auch) gesellschaftlich abhängen. Nix Kultur, nix (gesellschaftliche-) Werte und Ausbildung zum Konsumenten. Leider muss man im Kleinkindesalter anfangen, Gehirne zu trainieren- machen wir aber nicht- obwohl wir uns das mit dem Blick auf die großen Probleme unserer Zeit nicht leisten können. Wir verschenken alle 5000 Kinder einen kleinen Goethe oder Mozart und alle 1000000 Kinder einen kleinen Einstein. Also Menschen, die von ihrem geistigen Vermögen viel zu geben hätten. Man muss schon ein wenig Wahnsinnig sein um das wider besseres Wissen zu machen.

Laufzeiten der AKW’s verlängern, neue bauen- die Wirtschaft braucht Energie! Ein AKW rechnet sich nicht, wenn man alle Materialhandlings mit einberechnet. Aber viel schlimmer: wohin mit dem Abfall? Plutonium-239 mit 24110 Jahren Halbwertzeit- das bedeutet, das das Zeug in 24110 Jahren „nur“ noch halb so viel Strahlt wie heute. Wer denkt- naja ist ja nur 1%- es gibt auch Kohlenstoffisotope mit über 5000 Jahren Halbwertzeit- nur ein weiteres Prozent.. Gibt es hier irgendwo einen Ort der 40000 Jahre thermisch und physisch stabil ist? Aber auch die Zahlreichen Unfälle und ihre Folgen halten langfristig niemanden vom Wahnsinn ab. Alle Atomaren Abfälle auf 40t LKW’s geladen, reicht der Konvoi schon einmal um den Äquator.

Wir als kleines Land können sowieso nichts tun. Diese Aussage begeistert mich immer wieder. Würde die Menschheit auch nur in Teilen eine Art Schwarmintelligenz besitzen würden sich die Menschen mit dem Wissen um die Dinge zusammenschließen und die anderen (Leugner, „Trump’s“, Egomanen) hätten keinen Zugang mehr zu ihrer Welt- könnten also Ihre Wahren dorthin nicht mehr verkaufen.

Lokaler Wahnsinn gefällig: gern. Das Land Brandenburg gilt in weiten Teilen als Niederschlagsarm- und jeder, der hier wohnt, merkt das. Wissenschaftler aller beteiligten Branchen warnen: „Wir müssen dafür sorgen, das der Niederschlag nicht so schnell abgeführt wird- Das Wasser muss mehr Zeit haben um zu versickern und zum Grundwasser zu werden!“ Wir kaufen Waffen, fördern die Wirtschaft, bauen Straßen. „Für die Renaturierung von Feuchtgebieten fehlen uns die Mittel!“ Was passiert eigentlich, wenn die geliebte Wasserpumpe den Dienst versagt- weil kein Wasser mehr da ist? Es kommt noch schlimmer: viele alte Meliorationsanlagen werden weiterhin regelmäßig ausgebaggert (bezahlt mit staatlichen Geldern)- die Wehre sind aber ständig offen und defekt. Deren Reparatur wird nicht bezahlt, ist nicht notwendig oder schlicht zu teuer. Hat schon mal jemand versucht 2 Euro Stücke zu trinken?

Nochmal lokal: da gibt es in Neuruppin einen Kreisverkehr- als man ihn erschuf, an Stelle einer ständig überlasteten Kreuzung, wurde Verkehr gezählt und von Planern berechnet- heraus kam ein großer, leistungsfähiger Kreisel- alle waren zufrieden- über 20 Jahre. Dann musste er saniert werden- die Regierung des Landes Brandenburg subventionierte nur einen Standard Kreisel. Wenn die Stadt Neuruppin die große Ausführung haben will, muss sie ihn komplett bezahlen. Das Geld hatte die Stadt nicht. Wir haben jetzt wieder Stau und Chaos- fast so wie zu Zeiten der Kreuzung.

Keine Woche in der nicht über das Artensterben berichtet wird. Dabei geht es meist nicht um große Tiere sondern Insekten und anderes Kleingetier. Warum mähen wir dann Teppichrasen, den wir trotz Wasserknappheit dann noch regelmäßig düngen, damit er so „schön“ grün bleibt? Und weil wir es zeitlich ja nicht hinbekommen würden, wöchentlich zu mähen, setzen wir den Roboter ein. (den kann man übrigens auch auf höchster Stufe betreiben- dann bleibt der Rasen eine Wiese, ein Lebensraum)

Schon mal Bilder vom Harz gesehen? Jede Menge Totholz auf dem Berg. Weil: Monokultur und Borkenkäfer. Die großen Waldbauern forsten wieder auf: Douglasie. Die mag der Borkenkäfer nicht besonders- aber es ist wieder eine Monokultur. Wahnsinn. Live. Den kleinen Waldbauern, denen das Geld fehlt, die „faulen“ die einfach wachsen lassen, sind vom Irrsinn ausgenommen: Kiefern, Birken, Eichen, Ahorn- was so aufgeht. Übrigens- auch Douglasien haben ihre Schädlinge, gegen die man dann auch nicht spritzen kann (darf).

Ab und an wird von  der weltweiten Überbevölkerung gesprochen- und das geht uns ja alle an- aber eine Regelung gibt es nicht. Da wird weiterhin das 3. 4. 5. Kind materiell belohnt. Nicht nur bei uns. Stellt euch mal vor, es gäbe Europaweit so eine Reglung: 1 Kind: ist Super Staat und Leute freuen sich, es gibt „Begrüßungsgeld“. Ein zweites: Es gibt eine kleine Hilfe… Und danach ist Feierabend. Klingt hart- aber wo anders verhungern Kinder, weil die Menge an Nahrungsmitteln ja schon jetzt nicht ausreicht… Überzählige Kinder von streng Gläubigen müsste übrigens die jeweilige Kirche versorgen- mal sehen, wie lange sie ihre „Ehre das Leben“ Politik durchhalten, wenn sie sie auch bezahlen müssen. Hier sei mir etwas Zynismus gegönnt…

Epilog

Es gibt da noch viele Felder, wo man den Wahnsinn findet- und man muss nicht mit mir in allen Punkten einer Meinung sein, aber der Wahnsinn ist mitten unter uns. Geduldet und manchmal sogar gewollt. Alle wissen: das kann kein gutes Ende nehmen- es ist purer Wahnsinn!!!

Das Leben in einer psychosomatischen Jugendklinik – Eine Beobachtung

Teil 1

Ankunft

Zwei Wochen sind bereits vergangen seit dem ich hier bin, doch erinnere ich mich noch genau an die ersten Tage: wie neu, anders und absurd hier alles war- und immer noch ist.

Als ich hier ankam hieß es erstmal Sachen auspacken und „zusammen“ durchgucken – was daraus bestand, meinen Koffer durchgewühlt zu bekommen sowie hier und da der Anmerkung „das muss ich dir gleich abnehmen“ oder „ das schließen wir weg“. Meine persönlichsten Gegenstände und Dinge des Alltags – nicht mehr unter meiner Kontrolle.

Meine digitalen Geräte, welche meine einzige Kontaktmöglichkeit zu Freunden darstellen – entnommen, mein Geld inklusive aller Karten und Dokumente – entnommen … sogar mein Feuerzeug kam mit in die Box mit der beiläufigen Erwähnung dass ich das wahrscheinlich nicht mehr Wiedersehen werde, wegen den Vorschriften oder sonst was. Doch dabei bleibt es noch lange nicht: Deo, Cremes in Glasbehälter, Rasierer und Föhn direkt eingesperrt im Badschrank , der jeweils für 20 Minuten am Morgen und am Abend geöffnet wird. Selbst die eins, zwei Schokoriegel welche irgendwo in meinem Rucksack gelandet sind: eingesperrt – irgendwie absurd oder? Alles was irgendwie einen Menschen bzw. eher eine Person auszeichnet „entnommen“. Eine Mischung aus entmenschlicht und objektiviziert = „entpersonifiziert“ würde ich meine Gefühlslage danach beschreiben.

Klar mit einigen Maßnahmen habe ich gerechnet, aber diese Absurditäten haben mir hier an diesem Ort noch den letzten Rest der Realität genommen. Und genau dieses Gefühl würde sich in den nächsten Stunden und Tagen wenigstens bestätigen, wenn nicht sogar verstärken – nur wusste ich es zu diesem Zeitpunkt noch nicht, sondern hatte es nur schon geahnt.

Nachdem ich unsere „Schlafstation“, welche sich in einem ganz anderen Haus befand und nur zum Schlafen (Abends um 21Uhr) betreten werden darf , mit der Aufsicht verlassen hatte ging es auf die „Tagesstation“ – Erkenntnis: Mein Rückzugsort unter Fremden ebenso „entnommen“ . Im Gruppenraum, welcher mit der einzige Aufenthaltsort der 6 Patienten inklusive mir ist, traf ich auf meine Mitstreiter. Diese sind jedoch alle mit den verschiedensten Diagnosen und Symptomen zusammengeworfen worden – Ähnlich wie eine Gummibärenmischung: Alles wild zusammengeworfen, geschmacklich nicht kompatibel – Einzige Gemeinsamkeit: alles Gummibärchen und keiner mag sie.

Logisch dass ich vor allem die ersten Tage mit Kopfschmerzen zu kämpfen hatte.

 

Dieser Beitrag ist von Phönixe