Was kommt eigentlich nach den „digital natives“ ?

Da gibt es die Generationen von Internet/ Computerusern… Am Anfang die Generation meines Vaters: die Silversurfer – Sie nutzen das Netz um mal was zu bestellen oder sich über etwas zu informieren, aber Zettel und Stift sind ihnen lieber als ein Smartphone mit Notitz- App

Dann kommen die digital Migrants- meine Generation. Wir haben Zettel und Stift noch kennengelernt, haben uns aber davon verabschiedet- es ist einfacher Fotos zu machen, eine Einkaufs App zu nutzen….

Als nächstes: meine Töchter: digital natives: sie sind von Anfang an im digitalen Zeitalter zu hause, sind digital vernetzt, kennen aber auch die Risiken oder haben selbst schon ungute Erfahrungen gemacht.

Die letzte Kategorie ist (noch) nicht offiziell: digital idiots, aber dafür ständig wachsend. Man erkennt sie leicht: Den Blick starr auf ein etwa 10 mal 15 cm großes Display gerichtet und Snapchat oder TikTok in Dauerschleife. KI oder AI nimmt lästige Denkaufgaben ab. Kommunikation fast ausschließlich digital.

 

Warum ich das hier schreibe? Seit 2 Wochen mache ich Nachtschicht und fahre mit meiner „Silverray“ (Motorrad) über die Dörfer zur Arbeit, bzw komme von dort, wenn junge Menschen auf den Schulbus warten. Was ich da zu sehen bekomme lässt mich erschaudern: die Schultasche am Boden, zwischen den Beinen stehen sie- mit dem Blick auf’s Handy. Altersklasse fast egal. Keine Gespräche, keine Regung. Letzte Woche hätte ich beinahe ein junges Mädchen umgekarrt- nicht weil ich gerast bin, nein – ihr Handy hatte ihr nicht signalisiert das sie die Fahrbahn betritt.

mein Moped

2 Kommentare zu „Was kommt eigentlich nach den „digital natives“ ?

  1. Ich bin selber einer der „Digital Migrants“ (?) vermutlich… na ja, ich hab jedenfalls meine Homepages noch handgekloeppelt mit HTML und spaeter dann auch mit CSS und JavaScript und noch spaeter dann halt WordPress genommen oder ein leichtgewichtiges Webseiten-Framework.

    Ich nenne die Smartphones nur noch Verdummungsrechtecke (genau wie das TV geraet eines ist). Leider – und das faellt mir schwer das zuzugeben – sind die Dinger auch echt gute Rechenschieber fuer die Hosentasche.

    Ich selbst kaempfe mit den Verlockungen wie Social Media. Blogs finde ich nach wie vor besser. Laengere Texte, richtige Kommentare, eigene URL’s, und ueberhaupt, ein Blog ist die lebendige Webseite die man haben sollte.

    Leider findet man Blogs nicht mehr in den Suchmaschinen. Dieses hier habe ich ueber bubbles.town gefunden.

    …aber zurueck zum Thema: Ich hab Nachbarn die sitzen draussen auf dem Balkon, und beide Partner starren den ganzen Abend in die Verdummungsrechtecke. Es ist nicht nur ein Jugendproblem.

    Und das ist auch meine Erkenntnis an mir selbst: Social Media ist nicht gesund fuer mich. Auch wenn sie Open Source ist und dezentral gehostet. Ich hab da jetzt Belege fuer gefunden. indem ich mir selber ein Tool zur Social Media Analyse gebaut habe.

    Wir sollten weniger Zeit mit diesen Verdummungsrechtecken verbringen. Das ist das kurze Fazit bei dem ich angekommen bin.

    • Das mit den „Verdummungsrechtecken“ würde ich nicht 100%tig unterschreiben wollen- natürlich gibt es auch Erwachsene, die damit nicht umgehen können- siehe Deine Nachbarn. Ich lasse mich navigieren (auch beim Motorradfahren) ich kann mir die Wetterentwicklung ansehen- wichtig, wenn man mit dem Moped nicht in der Regenfront sein will) ich kommuniziere, poste. Ein Wiederstand in einer elektronischen Schaltung ist defekt, er ist Farbcodiert- da hilft das „electronics toolkit“ auf dem Handy… Aber- ich kann es weglegen, habe es nicht ständig dabei. Muß nicht laufnd drauf gucken. Wochenende??? Ich in der Werkstatt, das Telefon irgendwo im Haus. DAS ist der Unterschied- ich benutze es als Werkzeug, ich werde nicht (von Algorithmen)benutzt. Meine Bilschirmzeit am Tag sind keine 1…2…3 Stunden…
      Social Media habe ich noch nie gehabt/ gebraucht- das führt ja nur dazu, das all die Leute, vor denen man im realen Leben flieht, die dann virtuell eine drüber ziehen.
      Ich sehe das eher so, das es für Kinder und Jugendliche Regeln geben muss- die NICHT Verbot heißen. Ich denke: Kinder erst nach erlernen von Lese- und Schreibkompetenz also ab 10..11 und dann mit Zeitkonto. So wie es verantwortungsvolle Eltern mit dem Trinken machen: meine Kinder haben sich nicht nach erreichen der notwendigen Altersstufe die Birne weggesoffen weil sie es ausprobieren mussten- sie wussten vorher wann man aufhören muss, weil sie „in Obhut“ Erfahrungen sammeln konnten. Und nur so kann man „digital idiots“ verhindern.

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