gekennzeichnete Bürokratie

Alles fing so gut an…

Vor ein paar Tagen war das Wetter nochmal schön und ich wollte zum Optiker und zur Fahrschule. Natürlich mit dem Motorrad- hatte ich doch nur mich selbst zu transportieren.

Bild meines Motorrades

mein Moped

Wieder zu Hause angekommen schob ich meine „Ray“ rückwärts in die Garage und vernahm ein blechernes Klappern…

Was ist das denn?

Das Kennzeichen war an beiden Befestigungspunkten eingerissen und hing am berühmten seidenen Faden. Ok, dachte ich, brauchst du ein Neues! Glück gehabt, das ich es nicht verloren habe…

beschädigtes Kennzeichen

gerissen

Der Werdegang

Schnell zur Zulassungsstelle nach Neuruppin, Papiere mitnehmen, Schild prägen lassen, Aufkleber (TÜV und „Brandenburg“) drauf, fertig!

HAAALLT! Der Amtsschimmel wartet!

Vor Corona:

  • hinfahren und Nummer ziehen
  • mindestens 1,5h vor der Schließzeit dort sein
  • Stunde warten
  • Aufkleber drauf
  • FERTIG

Nach Corona

  • online Termin vereinbaren
  • etwas über 2 Wochen warten, dann hinfahren
  • (über-) pünktlich zum vereinbarten Termin dort sein
  • 10- 30 Minuten warten
  • Aufkleber drauf
  • Fertig

In beiden Fällen ist noch der Fitnesslauf zum Kassenautomaten fällig, sowie das Anfertigen des neuen Nummernschildes in einer der Buden vor dem Amt.

Die Aussenstelle in Wittstock arbeitet ähnlich, nur das man dort den Termin telefonisch oder per Mail machen muss…

Was mich aufregt

Hätte ich kein Auto wäre ich jetzt Fußgänger… und wüsste nichtmal wie ich zur Arbeit kommen sollte. Wir erinnern uns: ich will nur eine defekte Blechtafel gegen eine neue ersetzen, ich will nichts ändern, eintragen verkaufen, ab-, um-, oder anmelden. Warum muss das die unfleißige Zulassungsstelle die 2 Aufkleber da drauf bappen???

Na klar, kann das nicht jeder- sicher wären Leute zu blöd und würden den Adler falsch positionieren oder die TÜV- Plakette auf maximum- also 12, drehen und könnten dann (in meinem Fall) 3 Monate ohne TÜV fahren- und Wachtmeister Tippel würde es nicht gleich merken.

Für viele andere Fälle gibt es (woanders) den Bürgerservice, oder auf unserem Amt „zeichnungsberechtigte Personen“- also Leute, die genug Grips haben 2 Aufkleber auf ein „reflektierendes Blechschild nach DIN“ zu kleben. Aber vielleicht ist es auch die Verletzungsgefahr beim Bedienen des Schabers, wenn sie das Alte Schild „entwerten“ und die Leute in der Zulassung haben an einer speziellen Arbeitsanweisung mit Arbeitsschutzbelehrung teilgenommen…

Was tun? sprach Zeus

…die Götter sind besoffen. Wie für PKW und andere Kfz gibt es ja auch für Mororräder diese „schönen“ Kenzeichenträger aus Plastik- mit Halterahmen… Bischen doppelseitiges Klebeband unter die Ecken und fertig. sieht zwar Sch…(lecht) aus, aber ich kann mein Moped noch weiter nutzen. Bürokratieabbau und Vereinfachung wäre ja mal schön. Und eine neuer Kaffeevollautomat- für die Zulassungsstelle.

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