Veritas!

Verdammt lang her, als meine Mutter an einer grauen Nähmaschnine mit elfenbeinfarbenen Bedienelementen saß. Kleider, Westen, Jacken und farbige Bettlaken sowie Gardinen und Stores entstanden damals in Heimarbeit. Eine Veritas Schrank/ Versenknähmaschine mit Tretwippe war ihr heiligstes. Es erstaunt mich noch heute, was diese Maschine geleistet hat. Auch wir besitzen noch so ein Erbstück. Etwas moderner, mit Motor, aber eine echte Veritas…

und sie geht wieder!

back to life im alten Glanz

Lange Zeit war sie in ihrem Tisch versenkt- die Motorsteuerung war defekt und der Unterfadenspanner machte Probleme. Meine Frau hatte sich daher eine der modernen freiarm Nähmaschinen zugelegt.
Irgendwann kam ich an einem Sperrmüllhaufen vorbei, auf dem so eine Veritas lag… Ungepflegt und rostig aber komplett. Mir unverständlich, wie man soetwas wegwerfen kann… Dafür gibt es doch Auktionsplattformen wie Hood.de oder Ebay… Außerdem halte ich das für ein Stück technischer Kulturgeschichte… Schließlich wurden diese Maschinen im ehemaligen Singer Werk in Wittenberge gebaut.

und Bedienungsanweisung

Maschinenunterseite

Hier, nach der Instandsetzung unser “Schätzchen” von unten. Stolz bin ich auch auf die noch vorhandene Bedienungsanweisung. Sie läßt sich zwar heute noch beschaffen, unterliegt aber einem Copyright, so das ich sie hier nicht näher vorstellen kann.

typisch DDR- Style

Pressspahntisch mit Schublade

Und so sieht es aus, wenn sie “schläft”… Übrigens ist die Schublade eigentlich eine Klapplade in der man gefühlte 1000 Garnhalter und Platz für Zubehörteile hat. Ganz nach Singer- Tradition.
Sie darf weiter ruhen- und ab und an hohle ich sie aus der Versenkung…. Den Ersatzteilspender habe ich konserviert- man kann ja nie wissen :)

mechaless Radio

Wenn man sich ein Auto kauft ist ein Radio drin…. Meist ein technisch veraltetes, was dann mit irgendwelchen Fahrzeugkomponenten so verknüpft ist, das die halbe Fahrzeugelektronik aussetzt, wenn man das Radio ausbaut. Oder es werden Displayssteuerungen verbaut, die nach einer Weile in den “Demo Mode” wechseln und dann wie auf einem Rummelfahrgeschäft losblinken und flackern. In unserem Evasion ist so ein Gerät verbaut. Glücklicherweise ist da aber eine Klappe davor- die Konstrukteure von Citroen müssen gerade ihre Mitleidphase gehabt haben… Also das Radio ausgetrickst und man kann auch Nachts ungestört Auto fahren.
In meinem Berlingo war ein VDO Dayton CD 1327 eingebaut. Es hatte in meinem Auto einen wirklich schlechten Klang und das UKW (HF-) Teil war entweder defekt oder total instabil. Das Display war wohl einer Disco entlehnt… Kurzum NICHT zu gebrauchen.

nicht mein Stil

hat ausgedient…

Genauso idiotisch ist es eigentlich, CD- Spieler im Autoradio zu verbauen… Oft machen selbst gebrannte CD’s Probleme oder irgendwelche Kopierschutzmechanismen machen es unmöglich eine “Arbeitskopie” zu erstellen. Schlechte Straßenverhältnisse beenden dann die Freude am Musikgenuss schnell…
Überall mp3- warum nicht auch im Auto??? Mechaless Caraudio heißt das neudeutsch. Gemeint ist hier ein Radio, welches keine mechanischen Komponenten mehr besitzt, dafür aber einen SD- Kartenslot, einen USB- Anschluß und die Möglichkeit einen mp3- Player als Audioquelle einzubinden.

Muse M-095 MR

Empfehlenswert!

Da ich CD und co. nicht brauche, habe ich mir so ein “Mechless Autoradio” zugelegt. MUSE M-095 MR heißt das Gerät. Hier mal das, was mir gefällt:

  • Display ohne Discoeffekte
  • bis  zu 32Gb Speicher handelbar
  • passt sich optisch gut ein
  • akzeptabler Klang
  • vernümftiges Preis/ Leistungsverhältnis
  • DSP (Rock, Pop, Classik, Flat)
  • Fader, Balance

Natürlich gibt es auch Dinge, die ich ändern würde, weil sie mir nicht gefallen oder ich sie für “nicht zuende gedacht” halte

  • Radiobeleuchtung nicht mit Fahrzeuglicht koppelbar (permanent wenn Radio ein)
  • keine Geschwindigkeitsabhängige Lautstärkereglung
  • spielt nur mp3 (ogg und flac wär cool)
  • Tastenbeleuchtung könnte etwas dunkler sein

Im Großen und Ganzen bin ich jedoch sehr zufrieden. Übrigens habe ich das Gerät “Offline” – also im Laden gekauft, denn ich wollte ja vorher hören wie es klingt. Der Hersteller (Muse) war mir bis heute unbekannt- hat aber die Zeichen der Zeit erkannt und bietet viele seiner Geräte mit SD/ USB/ Aux an.
Sicher ist das Muse kein High- End Gerät, bietet aber die Dinge die ich brauche, nicht mehr und nicht weniger.

Pappe

Verpackung

 

Dann sei hier “nebenbei” noch vermerkt, das viele der renomierten Hersteller von Autoradios die “mechaless” Geräte noch immer als Billigware sehen- da ist es schwer ein vernünftiges zu finden, das auch preislich erträglich ist. Ich kann das “Muse M-095 MR” empfehlen, wenn man das Auto nicht zum Konzertsaal umbauen will. Gekostet hat es rund 60 Euro beim Boschdienst und bietet 40W an 4 Ausgängen. Wer mal bei “Muse” vorbeischauen will, der klicke HIER.

Citroen Saxo, Ende einer Ära

“Der Kleine, der es den Großen zeigt!” so hieß es vor Jahren in der Werbung. Insgesamt bin ich über 200000km Saxo gefahren.

  • ich bin immer aus eigener Kraft nach Hause gekommen
  • Motor, Kupplung und Getriebe scheinen unkaputtbar
Saxo

markanter Schriftzug

Was hat mir am Saxo gefallen?

  • die Straßenlage (wie ein Brett…)
  • sehr übersichtlich
  • “liegt” gut in der Hand
  • guter und großer Stauraum für einen Kleinwagen
  • sparsamer Dieselmotor – der Benziner ist erträglich im Verbrauch
  • technisch ausgereifte Konstruktion, die wenig Probleme macht

Natürlich gab es auch ein paar Kritikpunkte:

  • Licht (besser als beim 2CV aber nicht wirklich gut)
  • (versteckte) Roststellen (Unterboden, tragende Teile)
  • fehlende Zentralverrieglung

Zwei Saxo’s konnte ich mein Eigen nennen: einen goldenen 1,1l Benziner und einen roten 57PS 1,5L Diesel. Der Benziner begann nach 10 Jahren im Motorraum und auch an den tragenden Teilen überall zu rosten. Das eigentliche Blechkleid (Kotflügel, Türen, Haube) sah bis zum Schluß von Außen gut aus… Als ich ihn abgeben mußte, hatte er 213000km auf dem Tacho.
Den Diesel hatte ich als Übergangslösung für kleines Geld gekauft- hat das Auto Spaß gemacht!!! Aus der “Übergangslösung” wurden 4 Jahre mit fast 100000 km… Mit 272300km habe ich ihn abgegeben- die anstehenden Reparaturen (Bremsen, Domlager, Reifen, Scheibenwaschanlage) hätten mit dem Zustand der Karosse in keinem Einklang gestanden.
Der Saugdiesel läßt noch so ein wenig echtes Treckerfeeling aufkommen- er läuft aber viel kultivierter und ist auch bei minus 20 Grad zuverlässig angesprungen.

Abschiedsfoto

der kleine rote Traktor

Gern erinnere ich mich daran, als ich im dicksten Schneetreiben mal eben nach Schmalkalden, gefahren bin um ein Ebay- Keyboard abzuholen. Ein “innerer Vorbeimarsch” war es auch, als ich in Nauen arbeiten war und bei -19° einigen Leuten durch das Anschleppen ihrer Autos den Heimweg ermöglicht habe. Natürlich waren es die, die mich vorher noch als mutig bezeichnet haben, weil ich bei der Kälte mit einem über 10 Jahre alten Diesel aufgekreuzt bin….
Kurzum, die Saxos waren ein Stück Heimat auf Reisen und wenn man sie länger gebaut hätte, dann hätte ich mir wieder einen geholt. Mein kleiner Roter ist jedenfalls bei einem Händler und Schrauber gelandet, der ihn nochmal flott machen will- den Schrottplatz oder das Ende als Stock- Car hat er nicht verdient.

Der Marke bin ich treu geblieben- Berlingo heißt der Neue, der sich meine Anerkennung noch verdienen muß.

Ungarn, Urlaub, Sonne

Wir sind wieder da! Natürlich wohnen wir wieder bei Doris – wo sonst. Diesmal in “Budapest” der größten Ferienwohnung im Haus. 2 Bäder, 2 Schlafzimmer und ein offener Erker zeichnen die Wohnung aus. Wie immer mit Herd, Mikrowelle, Kühlschrank… Waschmaschinen- und Fahrradbenutzung. Wir sind hier schon fast Zuhause.

Hier in der Nähe (Zalaszentlaszlo) haben wir für unsere reitbegeisterte Tochter die Kinderreitferienwoche gebucht. Deutsche und ungarische Kinder lernen hier gemeinsam eine Woche lang (fast) alles über’s Pferd. Mit Sicherheit bin ich kein Pferdenarr, aber die hellen, schönen Ställe und die hübschen Tiere begeistern selbst mich. Alle Pferde sind dort ruhig und entspannt, ich habe nie eines irgendwo gegentreten oder laut wiehern gehört.

Täglich berichtet unsere Tochter von neuen Dingen, die sie gelernt hat- und sei es, wie man ein mürrisches Pferd dazu bringt, den Huf zu heben.
Wer mehr über den Reitof wissen möchte, der klicke hier.
Natürlich gibt es hier auch Wein, der sich nicht verstecken muß. Eine von den wirklich guten Quellen ist unserer Erfahrung nach die Horvathpince, an deren Wein ich mich täglich “erfreuen” könnte. Besonders erwähnt sei hier der “AGNUS NIGER” – ein halbtrockener Rotwein, der für mich zu den Besten gehört, oder auch der “KEKFRANKOS” (Blaufränkischer)- eine alte, traditionelle, trockene Sorte. Der Wein, der hier gemacht wird, ist wirklich empfehlenswert: Oftmals habe ich schon etwas zu tief ins Glas geschaut, aber am nächsten Morgen war der Kopf keine rhytmisch zuckende Schmerzbombe…

Übrigens kann sich auch unser 5 jähriger Pflegesohn für die Horvathpince begeistern: hier wird auch ein leckerer Traubensaft verkauft….
Für alle Eltern mit Kindern unter 10 Jahren sei hier noch eine Empfehlung gegeben: in den Tesco- Markt fahren und Kakaomilch kaufen: und zwar die hier:!!!!

vor Gebrauch schütteln

einfach lecker

Wir haben jedenfalls gleich 2 Packungen gekauft, von denen eine auch  schon wieder fast leer ist…

Dell B1165nfw unter Ubuntu 12.04/14.04 und Android

Dies ist eine Anleitung, wie man den Dell B1165nfw übers WLAN zum drucken überredet.

Als sozial engagierte, und mitten im Leben stehende Menschen, haben wir einen Fernkopierer, auch Fax genannt. Am Anfang war das ein “Triumph-Adler” Thermopapierfresser, der es auf knappe 20 “Lebensjahre” brachte. Vor nicht ganz 3 Jahren kaufte ich dann ein Samsung SCX-4521fr, dessen Laserdrucker sich auch von Ubuntu (12.04) aus ansprechen ließ. Vor ein paar Wochen begann das Gerät plötzlich laufend neu zu starten… Ersatz mußte her- und die Lebensdauer des Samsung SCX hielt mich davon ab, ein weiteres Gerät dieses Herstellers zu kaufen.
Da Dell viele linuxtaugliche Geräte baut und Preis/Leistung/ Anforderung stimmten entschieden wir uns für einen B1165nfw. Hier die Ausstattung des Multifunktionsgerätes:

  • W-Lan
  • Ethernet
  • USB
  • Fax
  • Scanner
  • Monochrom – Laserdrucker
  • Kopierer
    Dell MFP

    unser neuer

    Unter Windows(7) war die Einrichterei problemlos, wenn auch nervig. Wie immer kamen “tausende” von Updates und der PC beschäftigte sich gefühlte 5 Stunden mit sich selbst.
    Unter Ubuntu 12.04 ließ ich den Installer des “Unified Linux Drivers” laufen und es geschah nichts… Irgendwann erschien in einem Statusfenster “print file was not accepted”… Ich begann nach Lösungen zu suchen.

  • unter Ubuntu 12.04 gibt es angeblich ein Problem mit dem IPP (Internet Printing Protocol)
  • unter Ubuntu 14.04 soll Dell’s Installer das System abschießen/ beschädigen

Alles Dinge die die Welt nicht braucht. Hilfe fand ich im englischsprachigen Dell- Forum. Es sind zwar ein paar kleine Fehler drin, aber im Groben findet sich hier die Lösung. Ich liefere hier also eine freie Übersetzung, angereichert mit meinen Erfahrungen. Das Original findet man HIER.

  1. dem Drucker eine statische IP Adresse geben (Bedienungsanleitung lesen!!!) (bei mir 192.168.2.11)
  2. den “Unified Linux Driver” von der Dell Website herunterladen (bei mir Version 0.92)
  3. die heruntergeladene datei (tar.gz) entpacken- es wird ein Ordner namens cdroot angelegt
  4. die Datei “ rastertospl” nach /usr/lib/cups/filter kopieren, sie befindet sich in /cdroot/Linux/x86_64 bzw. in /cdroot/Linux/i386 (je nachdem ob man ein 32 oder 64 Bit System hat
  5. mittels sudo chmod +x /usr/lib/cups/filter/rastertospl die Datei ausführbar machen
  6. die Datei ” libscmssc.so ” nach usr/lib kopieren, je nach System findet man diese in /cdroot/Linux/i386 bzw /cdroot/Linux/x86_64- wieder abhängig davon, ob man ein 32 oder 64 Bit System betreibt.
  7. ausführbar machen: sudo chmod +x usr/lib/libscmssc.so
  8. jetzt kann man ganz einfach bei den “Systemeinstellungen” -> Drucker -> hinzufügen -> Netzwerkdrucker den B1165nfw wählen.
  9. AppSocket/Jetdirect als Protokoll wählen
  10. nach dem Hinweis “Treiber werden gesucht” erscheint ein Fenster  in dem man auswählen kann, welche Art von Treiber man verwenden möchte, wir wählen “.PPD Datei bereitstellen. Man wird dann aufgefordert dem Pfad zur .PPD Datei anzugeben. Sie befindet sich in
    cdroot/Linux/noarch/at_opt/share/ppd und heißt b1165nfw.ppd

    JetDirect

    Einrichtefenster

    Wenn man dann das normale Prozedere hinter sich gelassen hat, sollte man jetzt eine Testseite (und andere Dateien) Problemlos drucken können.
    Will man vom Androiden Smartphone etwas ausdrucken, so hat sich nur “Dell Mobile Print” als funktionierend erwiesen. Ich habe übrigens keine Möglichkeit gefunden, .odt Dokumente vom Smartphone aus auszudrucken. Das soll mit Google Cloudprint funktionieren, mir jedoch war es nicht vergönnt.
    Alles in allem bin ich mit dem b1165nfw zufrieden. Allerdings habe ich nicht versucht, den Scanner zu benutzen, da ich einen (viel besseren) Scanner an einem andern PC habe.
    Das Gerät von Dell ist Kompakt und wirklich flink, aber laut in der Druckvorbereitungsphase, wenn das Papier aus dem Drucker geschoben wird ist es leise…

Wahlprogramme

Gestern kamen sie mit der Post: die Wahlprogramme von SPD und CDU. Übrigens symphatisiere ich mit keiner Partei in unserem Lande. Ich fand es jedoch total erschreckend, wie verplant manche Programme daherkommen. Fangen wir mal bei der SPD an…

Die Genossen wissen nicht einmal, welche Ortsteile zur Großgemeinde gehören: uns, die Trieplatzer haben sie glatt vergessen. Auch des Deutschen sind sie nur eingeschränkt mächtig: “Erreichbarkeit der Bahnhöfe mit Bus” heißt es dort. Auch sonst entsteht viel heiße Luft: “Vernetzung durch Rad – Fuß und Straßenwege”  Die Wege sind ja schon da und bilden ein Netz…. Ganz toll ist auch, das man in nur fünfeinhalb Zeilen die eigenen Ziele angibt, aber einen riesigen Textblock dafür verwendet, dem blöden Bürger zu erklären wie man wählt. Das Durchschnittsalter der im Flyer vorgestellten Kandidaten für unseren Wahlkreis liegt hier bei 52,2 Jahren …

Aber auch die CDU ist da nicht viel besser… Unter dem Schlagwort “Gesunde Politik” werden hier Brennpunkte aufgezeigt, für die es auf kommunaler Ebene gar keine Lösung geben kann. Unter den Stichpunkt “Soziales und Gesundheit” wird dafür geworben frei gewordene Arztpraxen wieder zu besetzen. Da frage ich mich: “Wie wollen die das machen?” Einem jungen Arzt 1000 Euro monatlich drauflegen, damit er aufs Land geht? Oder die Praxis ausstatten??? Dieses bundesweite Problem wird von den durchschnittlich 58.4 Jahre alten Kandidatendes Wahlkreises in Wusterhausen gelöst… Mit Sicherheit. Völlig verplant könnte, man denken.
Man setzt sich für die Erweiterung des Radwegenetzes ein- toll!!! Ist ja auch wichtig, weil ja verdammt viele Leute jeden Tag 20 und mehr Kilometer mit dem Rad zur Arbeit fahren. Niemand braucht eine Straße zwischen Netzeband und Schönberg und den Ausbau des Schanzenweges in Trieplatz will auch keiner. Die Menschen in unserer Großgemeinde sind versessen darauf Umwege zu fahren, um die schöne Landschaft zu genießen- und das, wenn’s geht mit dem Rad.

Auch hier ist es mit der deutschen Sprache nicht weit her: “Schwerpunkte ist die Verbesserung des Soziaverhaltens in der Schule.”

Schön, das es Menschen gibt die solche Flyer vor der Veröffentlichung Korrektur lesen und sich Gedanken über Inhalte machen…

Schei… Karre springt nicht an !!!

So oder ähnlich hört es sich an, wenn das geliebte Moped nach dem Winterschlaf nicht mehr will. Grund dafür sind neben Vergasern die beliebten Unterdruck – Benzinhähne. Oft bekommt man bei Onlineauktionen irgendwelche Zweiräder angeboten mit dem Zusatz “springt nicht an, daher für Bastler!”
Da niemand wie früher, wegen vergessenem Benzinhahn, unverhofft stehen bleiben soll, haben sich ein paar kluge Menschen den Unterduck- Benzinhahn ausgedacht. Wie jede Erfindung, hat aber auch er seine Tücken…

2 Schäuche ...

Piaggio ZIP Bj ’96, Kraftstoffversorgung

Wie funktioniert’s? Der im Bild schwarze Schlauch ist zum Einen auf der Saugseite des Motors am Vergaser angeschlossen. Sobald sich der Motor dreht ensteht dort ein Unterdruck der an der anderen Seite des Schlauches die dort im Benzinhahn verbaute Membran bewegt und damit das Benzin vom Tank in den Vergaser fließen läßt. Bleibt der Motor stehen, entsteht kein Unterdruck mehr und die Membran im Benzinhahn verschließt mittels Feder das Loch- Kraftstoffzufuhr gestoppt. Klingt simpel, aber hat so seine Tücken, die ich hier mal aufliste:

  • kleine Risse im Unterdruckschlauch
  • klemmende Membran
  • altes Benzin im Vergaser
  • bei Wartungsarbeiten vertauschte Schläuche

Bei den beliebten Rex- Rollern sind etliche Schläuche mehr an dem Hahn und alle sind schwarz, da verwechselt man schnell mal welche… Deshalb: in der Mitte des Benzinhahnes ist (fast) immer der Anschluss für die Unterdruckleitung. Viele der (in China) produzierten Schläuche werden schnell spröde und bekommen schnell mal einen Riss. Wenn das anfängt am besten alle Schläuche erneuern…
Das heute verkaufte Benzin ist durch viele Zusätze nicht mehr besonders lagerfähig, da kommt es schnell mal vor, das über die Winterzeit die zündwilligen Bestandteile  des Benzins im Vergaser das Weite gesucht haben, da geht dann auch nicht mehr viel.

Fazit: genau hinsehen und mal probieren ob da übehaupt Sprit im Vergaser ankommt….

LG Optimus L4 II E440- ein kleines Gutes

Unsere Tochter hatte Geburtstag… Schon seit längerem wünschte sie sich “ein Touch mit WhatsApp”. Nun kann man darüber streiten, ob man zum 9ten Geburtstag unbedingt ein Smartphone schenken sollte oder nicht. In der Schulklasse treiben etliche Androiden schon ihr Unwesen. Vom S3 und S4mini bis hin zu billigsten China- Plagiat-Geräten ist dort alles vertreten. Außenseiter ist der, der keines hat.
Da ich schon des öfteren LG Geräte in der Hand hatte, haben wir uns für ein Optimus L4 (E440) entschieden. Herstellerunabhängig hatten wir folgende Anforderungen an das Gerät: 512 MB RAM,1Ghz Prozessor, 3,5″ Display, W-LAN, 3Mp Kamera und wenigstens 2Gb Gerätespeicher. Eine weitere Bedingung war Android in Version 4.xxx Bei 120€ lag das Limit.

So sieht's aus

Originalverpackung

Für 89€ (hier gekauft) bekommt man ein wirklich brauchbares (Einsteiger-) Smartphone. Auch wenn das Gerät kein Super- Amoled oder Retina Diplay besitzt, so war ich doch angenehm überrascht. Auch die Arbeitsgeschwindigkeit  und der Akku überzeugen. Eigentlich schade, das für das L4 nicht mehr Werbung gemacht wird. Gegenüber dem L3 Hat das L4 :

  • ein größeres Display
  • einen stärkeren Akku
  • Kameralicht
  • moderneres Betriebssystem (4.1 anstelle 2.3)

Zum Lieferumfang gehören:

  • Ladegerät (USB)
  • Datenkabel
  • Headset
  • Kurzanleitung

Das Headset ist leider kein “in Ear System”, hat aber einen annehmbaren Klang und ist kompatibel mit Samsung- Geräten.

alles dabei

Komplett!

Weiterhin hat mich angenehm überrascht, das das L4 im Kameramodus Linuxkompatibel ist, ein eher seltenes Glück. Wer das mit dem Kabel nicht mag- Airdroid läuft auf dem L4unserer Tochter stabil.

 

im Dateimanager

Ubuntu

Natürlich gibt es auch Dinge, die mir nicht so gefallen haben. Da war zum einen, das es das Gerät scheinbar nur in weiß oder schwarz gibt. Ich habe auch nirgendwo eine spezielle Edition gefunden, so wie es bei Samsung die “la Fleur” gibt. Um das Gerät bei eventuellen Abstürzen zu schützen, haben wir dann noch für 11,40€ in diesem Onlineshop eine passende Tasche gefunden.

Protection

passende Tasche

Zusammenfassung:
Das L4 II ist ein durchaus brauchbares Einsteigermodell in die Smartphonewelt. Ein gutes Preis/ Leistungsverhältnis und brauchbare Ausstattung zeichnen das Gerät aus. Zu erwähnen ist da der 1700mAh Akku- der für dieses Gerät gut dimensioniert ist.

Wir haben auf dem Gerät nur WhatsApp, Airdroid, Opera und “Tap the Frog” installiert. Unsere Tochter soll das Smartphone als sinnvolles Komunikationsgerät begreifen und nicht als Spielkonsole.

Technische Daten:

  • kapazitives Display mit 3,8″ Bildschirmdiagonale (etwa wie Samsung S3 mini)
  • Mediatek MT6575 single Core Prozessor (ARM Cortex A9)
  • 3MP Kamera mit LED Fotolicht
  • Bluetooth 3.0/ W-LAN 802 B/G/N
  • GSM, EDGE, UMTS, HSDPA 7.2 Mbit/s, HSUPA 5.76 Mbit/s
  • Li-Io Akku 3,8V 1700mAh
  • 4Gb Festspeicher (2Gb frei nutzbar), 512 Mb RAM, Slot für Micro- SD Karte.
  • normale SIM- Karte, keine Microsim

Die Daten sind von der Herstellerseite. Irrtümer und Schreibfehler vorbehalten.

Nachtrag im Juni 2014: Wir sind immer noch sehr zufrieden, Es haben sich keine Mängel oder Schwachstellen in der Verarbeitung gezeigt und auch mit der Performance sind wir zufrieden, wenn man das Gerät als Kommunikationsmittel nutzt. (Whatsapp,Telefonieren, SMS) Auch das Videoplay funktioniert zu unserer Zufriedenheit. Die ab Werk installierte Software ist in vielen Punkten besser als die von Samsung, mit nützlichen Funktionen, erwähnt sei hier nur die “Nachtruhefunktion”. Auch ist längst nicht so viel Bloat- und Crapware installiert wie zum Beispiel auf meinem Samsung Note2, das vor dem Einsatz erstmal entümpelt werden musste und wo bei  jedem Systemupdate neuer Müll aufgespielt wird. Wenn LG weiterhin so kundenfreundliche und qualitativ gute Geräte baut, wird mein nächstes Telefon ein LG….

Auch die Handytasche hat das Gerät schon bei einigen Absturzen geschützt, auch hier: Super!!!

Jump Back- Corel Linux von ’99

Beim aufräumen ist mir eine alte CD von Anfang 2000 in die Hände gefallen- eine Gamestar mit “neuen” Treibern und einem Bonus: Corel Linux in Version 1… Also habe ich meine alte “Diva” zum wiederbeleben dieses alten OS eingesetzt.

Hier vorweg ein paar Bilder von der Maschine, auf der ich das Linux installiert hab. Meine “Diva” ist eine Siemens Nixdorf Celsius 2000 Workstation. Als ich sie bekommen habe (danke an Famile Tie… aus München) waren 1 CPU (Pentium Pro @ 200 Mhz) und 2 HDD’s eingebaut. Eine Platte hatte 2, die andere 3 Gb Kapazität.

Die beiden kleinen Festplatten habe ich gegen eine 10 Giga getauscht, einen überflüssigen Lüfter ausgebaut und das SCSI- CD-Rom gegen ein IDE DVD- Laufwerk getauscht. Zusätzlich gab’s ein Voltage regulation Modul (VRM) und eine 2te CPU. Übrigens bootet die Maschine schon von CD…

Die Installation ging problemlos von statten. Etwas merkwürdig und überhaupt nicht zum restlichen Layout passend erschien mir das Anmeldefenster, waren doch alle andern Screens in grautönen gehalten und wirkten damit sehr zurückhaltend und übersichtlich. Auf meiner “Diva” lief das alles auch sehr flüssig. Einziges Manko ist das nicht funktionstüchtige USB Subsystem. Grund hierfür ist kein Defekt, sondern der Kernel, der in dieser Version einfach noch kein USB supported.

Leider konnte ich keine Screenshots machen, da ich keine Möglichkeit gefunden habe, die Bilder zu machen und vom PC zu bekommen. GIMP sollte das eigentlich können, aber diese GUI war wirklich nichts für mich. Da es damals nur 4:3 Monitore gab, war ein Vollbild auf meinem 24″ 16:10 Screen auch nicht drin. Da jedoch kaum jemand so alte Software besitzt und dazu noch eine passende Maschine, habe ich mich entschlossen hier trotzdem einiges zu zeigen.

Abschließend kann man mit Recht behaupten, das Corel damals seiner Zeit weit voraus war. Die Idee, ein Linux mittels KDE in ein für Windows- User bedienbares OS zu verwandeln und viele Dinge cloudbasierend zu machen, war für die damalige Zeit genial. Leider viel zu früh.
Meine Versuche, einen modernen Browser zu installieren schlugen auf Grund der alten Bibliotheken fehl, sonst hätte man das OS und die Diva einfach zum surfen benutzen können. So werde ich wohl ein Sltaz modifizeren und installieren müssen. Am schönsten war für mich ein Wiedersehen mit dem Netscape Navigator, mit dem ich meine ersten Interneterfahrungen verbinde…

Wirklich schade, das Corel damals aufgehört hat- aber sie waren viel zu früh. Aber es ist nun mal so, wie alle Insider wissen: hätten die Linuxer damals ihre Kräfte gebündelt, wäre Windows heute sicherlich ein OS für Spielkonsolen…. Aber die Freiheit der Linuxer bedeutet Vielfalt- und die ist ein hohes Gut.

Datenklau und Bewegungsprofilehandel???

So ein Smartphone/ Phablet ist ja eine tolle Sache: man kann Navigieren wenn man sich verfahren hat, mal schnell im Internet nachschauen, Bilder machen und gleich verteilen und in sozialen Netzwerken präsent sein. Man findet aktuelle Benzinpreise und den Weg zur nächsten Bank. Aber der ist eigentlich überflüssig, ist es doch rein theortisch möglich mit dem Alleskönner auch gleich zu bezahlen. Wären da nicht Gerüchte über Sicherheitslücken und Apps die für den Laien unverständliche Rechte beanspruchen.
Hier einige “Kleinigkeiten” die mir aufgefallen sind:

Muss das so sein?

Ai Tastatur

Wir erinnern uns: eine Tastatur gibt elektronische Impulse an einen Chip weiter, so das man Buchstaben in Zahlen umwandelt, mit denen der PC dann etwas anfangen kann.
Wozu muss so ein Teil Kontaktdaten und SMS lesen???? Oder Töne aufzeichnen??? Internetzugriff kann ich ja noch verstehen- man will ja ein aktuelles, bugfreies Programm haben.

Aua!

Was der eine will, kann auch der andere…

Wer sagt eigentlich, das die Standardtastatur keine Daten sammelt? Wer jetzt denkt “Naja, ein Einzelfall- nicht angenehm aber kommt halt mal vor!” der irrt, hier gleich der nächste mit Datensammeloption:

...sogar GPS

Wozu das alles?

Ein Browser hat eigentlich die Aufgabe “Baupläne” von Internetseiten “in die Tat” umzusetzen, wozu muss ein Browser GPS Daten und Telefon-ID’s lesen, oder die NFC Steuerung übernehmen?

Wozu Kontakte lesen?

auch hier…

Einen hab ich noch, einen…

hier ein "Allesdürfer"

“darf” sogar anrufen

Wozu ein Transportprogramm bei meinen Kontakten anrufen darf leuchtet mir nicht so ganz ein…. “Keine Zusatzrechte erforderlich” ist da wohl schon zynisch…
Aber auch die Macher des Android-OS haben sich etwas einfallen lassen-…

Wo landen diese Daten?

im Standardmodus alles “on”

Auch wenn man keinen Cloudspeicher hat und nicht bei Picasa über Webalben verfügt, wird hier jede Menge Prozessorleistung und Akku verbraucht- man merkt es erst, wenn man hier alles abschaltet. Gmail macht noch Sinn…
Man könnte hier noch etliches mehr anführen, aber die Rechte sind die eine Sache- sogenannte “Systemprogramme” eine andere. Da man nicht “Chef” (Admin/ Root) seines eigenen Telefones ist, kann man die Meisten der vorinstallierten Programme nicht deinstallieren. Gennant sei hier nur Googles Chrome Browser oder Samsung’s ChatON mit dazugehörigem “Push-Servvice”. Es geht mir dabei nicht um den Platz, den diese Anwendungen verbrauchen- nein, meist sind sie “irgendwie” aktiv und “fressen” sinnlos Akku.
Fazit: Da jedes Progrämmchen fast alles darf, ist so ein Telefon eine Komposition aus verschiedenen Sicherheitslücken. Niemand weiß eigentlich welcher App man trauen kann und wer welches Datenpaket wohin schickt. Waren es bei Orwell die Fernseher, die die Menschen gläsern machten, ist es doch jetzt viel einfacher- unsere kleine Abhörwanze nehmen wir gern freiwillig überall hin mit.