Pebble auf, Pebble zu

Manchmal muß man wohl nach dem Motto „No Risk No Fun!“ vorgehen.  Hatte ich mir doch vor fast einem Jahr eine gebrauchte „Pebble Time“ gekauft, deren Akku in letzter Zeit allerdings spürbar nachließ. Fast zeitgleich wurde auf einer bekannten Auktionsplattform eine „Pebble Time Steel“ als Defektware mit Wasserschaden angeboten. Weil ich keinen passenden Akku auftreiben konnte, kaufte ich den „Wasserschaden“, da ich überzeugt davon war, dass der Akku noch funktioniert, auch wenn der Rest der Elektronik „abgesoffen“ ist.
Eine Pebble Time oderTime Steel zu öffnen ist wirklich so kinderleicht, wie man es im Internet sehen kann. Ein einfacher Fön reicht aus, um den Kleber des Oberteils weich zu machen.
Als ich beide Exemplare geöffnet hatte, glaubte ich meinen Augen nicht zu trauen- im Funktionsumfang sind sich  beide gleich, aber der Akku…. Die „Time“ hat einen 150mAh Akku, bei der „Time Steel“ sind es satte 100mAh mehr, also 250mAh. Das wird im Internet nirgendwo erwähnt, erklärt aber auch die Unterschiedlichen Laufzeiten.

Pebble Time und Time Steel geöffnet

beide Uhren geöffnet und Display abgenommen

Man darf sich hier nicht verwirren lassen, ich habe auf dem Bild die Armbänder getauscht, weil ich das „Gummiarmband“ auf der Arbeit lieber trage. Aber die Gehäuse geben klar Auskunft darüber, welche Uhr welche ist.ie defekte „Time Steel“ ließ sich nach dem öffnen und trocknen Laden (am nächsten Tag)  und funktionierte einwandfrei. Es war daher nicht nötig, irgendetwas umzubauen. Das Display der „Time Steel“ war nicht so verkratzt- also sprach alles dafür, die „Steel“ weiter zu nutzen. Mit dem Kleber auf dem nächsten Bild habe ich vor ein paar Wochen die Uhr wieder verschlossen.

Bis zum heutigen Tag keine Probleme.
WICHTIG:

  • die Reste des alten Klebers mittels Zahnstocher entfernen
  • die Klebeflächen vorher mit Alkohol gründlich reinigen
  • den Kleber überall gleichmäßig (mit dem Finger) verteilen.
  • zu viel Kleber hemmt den Vibramotor!!!
  • überschüssiger Leim nach verschließen mittels Alkohol von Display/ Uhr wischen
  • das Display nicht vergessen
  • das Klebefähnchen am Displaykabel ggf. erneuern
  • der Stecker muß korrekt sitzen!!!!

Nach Verschließen die Uhr einschalten und probieren… Die Zwinge habe ich 24 Stunden unter LEICHTEM Andruck an der Uhr belassen.

Pebble in der Zwinge

frisch geklebt

Der Montagekleber trocknet langsam, so das man vor dem Ansetzen der Schnellbauzwinge noch mal testen kann. Es ist deutlich schwieriger eine mit diesem Kleber zugeklebte Uhr zu öffnen, als im Originalzustand, wenn der Kleber ausgehärtet ist.

das Pebbelchen….

An manchen Tagen scheint eine verlässliche Planung einfach unmöglich, da ist die Frau, die es nicht mehr schafft Brot zu holen oder die Tochter, die mal eben ganz unbedarft umswitcht und den anderen Bus genommen hat, um den Nachmittag bei ihrer Freundin zu verbringen.  Ganz zu schweigen von verpassten Bussen oder verstauchten Füßen… Oft ist es dann auf der Arbeitsstelle noch extra stressig. Das ist der Moment, an dem man gern mal vergisst auf’s Handy zu schauen, um weitere Hiobsbotschaften entgegenzunehmen. Sicher ist es auch nicht empfehlenswert, während der Arbeitszeit das Mobiltelefon laufend zu konsultieren… Um etwas mehr den Überblick zu behalten und nicht unangenehm aufzufallen, habe ich mir bei einer bekannten Auktionsplattform eine  gebrauchte Smartwatch zugelegt. Nach etlichen Recherchen viel meine Wahl auf eine Pebble:

  • lange Akkulaufzeit
  • kaum negative Kritiken im Netz
  • ohne Hintergrungbeleuchtung gut lesbares Display
  • unter Android voll nutzbar
  • für meine Zwecke ausreichender Funktionsumfang
Pebblebox

Pebble „Time“

In dieser Box wurde sie ,geliefert: inclusive „Quick Start Guide“ und Ladekabel. Der Guide leider nur in englisch. Als besonders kluge Lösung empfand ich das Ladekabel/ -Stecker. Wie im nächsten Bild zu sehen, ein ganz normaler USB- Stecker- aber das Ende an der Uhr…  Genial, da hätten Handyhersteller schon eher drauf kommen können- 2 Pins und ein Magnet. Der Vorteil: diese art „Buchse“ ist wasserdicht.

Besonders gefällt mir auch, das man das „Zifferblatt“ selbst aussuchen kann. Es gibt viele Möglichkeiten, die ich hier nicht alle aufzeigen kann.  Die Einrichtung ist einfach… Pebble App aufs Handy ziehen und dann via Bluetoth die Uhr und das Telefon koppeln. Der integrierte Schrittzähler „Pebble Health“ ist übersichtlich und wertet aus – im Tages -, Wochen-, und Monatsrythmus. Diese Funktion hab ich einfach mitgenommen, war aber erstaunt, wieviele Kilometer man so dienstlich zurücklegt.

digitale Anzeige der Zeit

digitales „Zifferblatt“

Apropos dienstlich… Es gibt ja immer Kollegen, die nicht fragen können, sondern den Hals verrenken um die Zeit an fremden Uhren ablesen zu können… Für die gibts das binäre Format…. Selbstverständlich gibt es auch analoge „Zifferblätter“.

Display im binären Modus

Zeitanzeige im binären Format

Alles in allem ein schönes Spielzeug mit praktischem Nutzen.
Mir reicht es völlig, Nachrichten oder Termine angezeigt zu bekommen, ohne jedesmal kramen zu müssen.
Wie man im Internet lesen kann, ist Pebble leider das Geld ausgegangen und sie wurden von „Fitbit“ übernommen. Letztere haben wohl nur an den genialen Entwicklern Interesse, so das es keine Pebbles mehr geben wird. Eigentlich schade, da der Funktionsumfang für mich völlig ausreichend erscheint und der Preis wirklich erträglich ist. Vielleicht waren sie einfach nur zu früh oder die Werbung hat versagt…-ab dem 01.01.2018 sollen die Server abgeschaltet werden und dann wird das „Pebbelchen“ nicht mehr oder nicht mehr richtig funktionieren. Zum Glück gibt es Gadgetbridge…  Das kann ich dann hier auch berichten… Was mich angeht: ich mag mein Pebbelchen und würde es vermissen.

 

Lichtmaschine, Keilriemen und Lüfter

Nach etlichen Betriebsstunden war deutlicher Verschleiß am Keilriemen unseres RS09 zu erkennen, den ich noch nie gewechselt hatte. Da der Riemen neben der Lichtmaschine ja auch den Lüfter antreibt, ist er für den Motor „lebenswichtig“.
Das so eine Gebläsekühlung jede Menge Schmutz anzieht war mir klar, aber diese Menge an klebrigem Belag hatte ich nicht erwartet. Ich sah mich daher gezwungen, alles zu demontieren und zu reinigen. Man sollte übrigens keine Angst davor haben und die Lichtmaschine gleich mit überholen.

 nicht vergessen

die Schraube vorher lösen

Hier im Bild die Lichtmaschine: der Pfeil zeigt auf die Schraube, die man vor der demontage ein…zwei Umdrehungen lösen muss, wenn man an die Platte mit den Elektrokohlen will oder/und den Rotor ausbauen. Dies ist wiederum notwendig, wenn man an die Lager muß. Zur Demontage muss man neben der Schraube im Klemmbrett die beiden Senkkopfschrauben im vorderen Lagerschild herausdrehen und die beiden Muttern der Spannstäbe lösen. Die nächsten Bilder zeigen die demontierte LiMa. Bei meiner war das Lager auf der Seite, wo die Riemenscheibe sitzt, (fast) trocken. Wieder ein Indiz dafür, das man den Zustand der LiMa nicht auf die leiche Schulter nehmen sollte.

Zum reinigen verwendet man am besten einen einfachen Lappen, den man mit ein wenig Benzin tränkt. FINGER WEG VOM SANDPAPIER!!!!! Es gibt ja immer noch den weit verbreiteten Irrtum, das man den Kommutator mit Sandpapier reinigen kann. Das ist falsch!!! Das Sandpapier rauht das Kupfer auf- das führt zu einem starken Verschleiß der Kohlen und zu Abbranderscheinungen am Kommutator. Es läßt sich nur zu Reparaturen verwenden- und dies auch nur mit den beschriebenen Nebenwirkungen.

die Rotorwelle

der Rotor mit Kommutator

Der Rote Pfeil zeigt auf den Kommutator, der gern fälschlich auch als Kollektor bezeichnet wird.
Auch den Rotor selbst sollte man nicht mit Sandpapier „pflegen“. Sollte wirklich ein wenig Rost am Wickelkörper sein, ist dies ein Zeichen langen Stillstandes. Einfach den Rost mit ein wenig Schmierfett einreiben und dann mit einem Stück Holz grob entfernen, Wer möchte kann am Kommutator die Polspalten (die Ritzen zwischen den Kupferplättchen) mit einem Steichholz leicht auskratzen. NIEMALS einen Schraubendreher verwenden, er könnte die Plättchen lösen oder beschädigen. Vorsicht auch mit der Wicklung, der Kupferdraht besitzt nur eine Lackschicht als Isolierung. Kratzer vermeiden.
Dann baut man den ganzen Kram einfach wieder zusammen.

Als letztes dann den Keilriemen montieren. Man muss ihn übrigens nicht „bis ultimo“ spannen, da die Kräfte, die er zu übertragen hat, relatv gering sind. Zum Keilriemen selbst: SPZ 1037 ist für diese Ausführung Motor der Richtige. Allerdings habe ich einen XPZ 1037 bestellt- da die obere Riemenscheibe einen relativ kleinen Durchmesser hat.
Aussenlänge 1050mm, Wirklänge 1037mm. Der Unterschied zwischen XPZ und SPZ besteht äusserlich darin, das die XPZ- Riemen an der Unterseite viele kleine Dehnungskerben hat, damit also für Riemenscheiben mit kleinem Durchmesser besser geeignet ist. Den Riemen bekommt man günstig im Internet.
Als allerletztes dann die Schutzabdeckungen wieder montieren und den oberen Deckel wieder anbauen.

10 Jahre Haus- eine Bilanz

Die Zeit vergeht wie im Fluge- manchmal bekommt man einen Schreck, oder man erinnert sich an damals… Vor 10 Jahren sind wir in unser neues Haus gezogen und – haben es nicht bereut.
Niemand konnte einem damals sagen, was wie lange funktioniert und was bald die „Hufe hochreisst“… Hier werde ich versuchen, eine Bilanz zu ziehen und all die Dinge zeigen, deren Livetime keine 10 Jahre waren. Unser Haus hat KEINE Baumängel, oder gravierende konstruktive Fehler. Bauausführend war eine Kyritzer Baufirma, die wir weiterempfehlen können.
Es war damals aber schon ein tolles Gefühl in den eigenen 4 Wänden zu wohnen- die Planung der Räume entstand nach unseren Vorgaben,

ein Lebensraum entsteht

Unser Haus in der Entstehung

so wollten wir die vom Architekten geplanten Dachgauben nicht- für das Geld haben wir lieber den Drempel etwas anheben lassen- (1,20m statt 1m). Der Vorteil: eine glatte Dachfläche ohne Kehlen und Ecken und somit eine kleinere Aussenhülle- was energetisch immer von Vorteil ist. Eine glatte Dachfläche ist zudem immer Wartungsfreundlich- und als Rentner will ich nicht auf dem Dach herumkriechen und Kehlen reinigen…
Was ist alles kaputt gegangen… Da war als erstes in der Garantiezeit die Wohnzimmerjalousie- der Tischler hatte einen falschen Wickelkern eingebaut- seit dem funktioniert es…
Erstes wirkliches Ärgernis war die Heizanlage, bzw. einige Komponenten. Die nicht besonders kompetente Installationsfirma hatte die Pumpen liegend eingebaut- was in Verbindung mit einem defekten automatischen Enlüfter  zum Lagerschaden an der Hauptumwälzpumpe führte. Bei einem Stehenden Einbau der Pumpen wäre das so nicht passiert.

uneffizienter Stromfresser

Nach 5 Jahren Lagerschaden

Als es um die Anschaffung einer neuen Pumpe ging, haben wir dann Nägel mit Köpfen gemacht. Eine Grundfos Alpha2 verrichtet seit dem ihren Dienst. Die Anschaffungskosten von rund 170€ (hier gekauft) hat sie übrigens im ersten Jahr eingespielt. Wer noch eine alte Pumpe im Dienst hat: unbedingt gegen eine Alpha2 ersetzen- die Brennstoffersparnis ist enorm, ganz abgesehen vom Strom.

sinnvolles Equipment

leise und intelligent

Dann mußte vor ein paar Jahren ein Flammrohr im Brenner gewechselt werden- am teuersten war jedoch eine Ölpumpe, die vor 3 Jahren getauscht werden wollte. Die im Brennerautomat verbaute Suntec- Pumpe baute einfach keinen Druck mehr auf. Übrigens haben wir die Anlage jedes Jahr vom Fachmann warten/ reinigen lassen- inklusive Filter. Keinen Spaß machte uns auch die Zirkulationspumpe. Schon nach kurzer Zeit begann sie zu klemmen- und das, obwohl wir hier relativ kalk- und eisenfreies Wasser haben.

hat uns richtig geärgert

Nach der Garantie nur Probleme

Die Neue bestand eigentlich nur aus dem Motorkopf- so mußte ich nichts am Rohrsystem ändern. Sie ist etwas mehr zu hören- arbeitet aber zuverlässig.

die ärgert uns nicht

Jetzt funktioniert’s

Sann gibts da noch den Handtuchhalter im Bad- er ist wohl nicht für feuchte Handtücher gedacht. Demnächst wird es wohl einen neuen geben….

Nicht für feuchte Sachen

langsam vom Rost zernagt

Ein weiteres Ärgernis sind die Gasdruckzylinder vom Mikrowellenfach in der Küche. So sind wir mit der Qualität (Nolte) zufrieden, aber nach dem 2ten mal, haben wir aufgegeben. Jetzt hält ein hölzerner Kochlöffel (!!!) das Fach geöffnet.küchenfachAuch ärgerlich ist der Wasserhahn in der Küche- Das Original war, wie das Spülbecken, Granit- Blau von „Blanco“- wie auch bei Schwiegereltern, hielt der Hahn keine 10 Jahre, dann wurde er undicht und mußte getausch werden. Zu dem ist „Granit-Blau“ nicht mehr lieferbar- wir haben daher vom Baumarkt einen Edelstahlhahn gekauft.

unkaputtbar ist anders

auch hier musste Ersatz her

Der nächste Defekt kündigt sich schon an: Wenn eine Maschine 10 Jahre lang NON STOP arbeitet, dann ist sie verschlissen- so geschehen bei dem kleinen 60Watt Motor, der die Tauchkörperwelle unserer Kläranlage antreibt. Da werden wohl wieder 300 Euro versickern.

10 Jahre non Stop

völlig verschlissen

Ausflugsräder

In vielen Dörfern liegen auf diversen Böden oder Scheunen alte Fahrräder. Wenn der Neue Drahtesel im Stall steht, kommt der Alte auf den Boden.
Irgendwann bekommt man dan Besuch von Städtern, die ja soo gerne in die Natur wollen und das möglichst Abgasfrei. Wenn man dann an die Räder auf dem Boden denkt ist es meist zu spät, die Reifen spröde, und ein paar Rostpickel sind auch schon dran. Da ich regelmäßig vor diesem Problem stehe, erinnerte ich mich an die „Fahrradaufbewahrung“ die es früher am Bahnhof im Wohnort meiner Großeltern gab. In einem länglichen, schmalen, Schuppen konnte man sein Rad gegen einen kleinen Obolus unterstellen. Alles war aus Holz gezimmert- gefühlte 1000 Räder standen dort- trocken und sicher -auf engstem Raum.
Dieses Konzept habe ich etwas abgewandelt, um meine Fahrradreserven vom feuchten Scheunenboden in den trockenen Stall zu bekommen.

ganz einfach

Mehr Platz auf gleichem Raum

Für Nachahmer hier ein paar wichtige Hinweise und Maße: die beiden vorderen senkrechten Balken sind 1,20m lang, die Hintern senkrechten etwa 1,90m. die U-Schienen, in denen die oberen Räder haben nach hinten zur Wand hin ein Gefälle von 10cm, um das nach vorn Rollen der Fahrräder zu verhindern. Aus diesem Grund sind auch am vorderen Ende der Radschienen ca. 3cm hohe Klötzchen geschraubt. Die U- Schienen haben ein Innenmaß von 5cm. zwischen den U- Schienen ist ein Abstand von 40 cm (nicht weniger!!! -ggf. vorher mal probieren). Die Erhöhung unter jeder 2. U-Schiene ist 10cm stark. Die unteren Räder stehe in einem ganz normalen (Baumarkt-) Fahradständer.
Eines meiner alten „Rösser“ hatte total verrostete Speichen, so das ich mich dazu entschloss, aus einem verbogenen Rad die Speichen hier einzubauen. Um so erstaunter war ich, als sich die alte Nabe ohne größere Anstrengungen vom Schmutz befeien ließ- ein Schmuckstück der Galvanik, KEIN Rost- Dank den Werktätigen der VEB Reichenbacher Naben und Kupplungswerken für diese Qualität. Schade, das das RENAK- Reh nicht mehr durch den Räderwald springt… Mit dieser Qualität hätten die Reichenbacher ausnahmslos alle anderen Mitbewerber an die Wand gespielt…

RENAK

nach 30 Jahren Scheunenboden wie Neu

die Eule über dem Bett, Erinnerungen an die Kindheit

Bei Silvio hing sie in blau, bei Andreas in braun, bei Jeanette in Orange und es gab sie auch in rot, die kleine Eule. Gefertigt wurden die übrigens in der damaligen ĆSSR bei Chronotechna. Einer Uhrenschmiede, deren Grundstein von Firmen wie Gustav Becker und Junghans gelegt wurde. Unter dem Markennamen Prim gab es etliches an Uhren und Weckern. Auch heute noch werden dort Armbanduhren produziert, (Klick!) Meine Eule habe ich durch puren Zufall auf einer Auktionsplattform entdeckt. Es gibt übrigens noch einen anderen, aber meiner Meinung nach völlig hirnfreien Artikel dazu im Netz. (HIER!) Aber das Bild dort ist gut. Ich will hier technische Daten und -Details zeigen. Ein genaues Produktionsdatum kann ich nicht angeben, aber da ich diese Uhren schon als Kind kennengelernt habe, gehe ich mal so von 1975…78 als Produktionsbeginn aus. Es gab neben den erwähnten Farben auch mehrere Ausführungen der Gewichte.

hier schon wieder im Dienst

hübscher kleiner Augenwender

Als erstes hier ein paar technische Daten:

Größen und Gewichte

Länge des Uhrkörpersca 17 cm
Länge der Uhr inklusive Pendelca 32 cm
Breite der Uhrca 9 cm
Durchmesser des Zifferblattesca 9 cm
Masse des Zuggewichtes327 g
Masse des kompletten Pendels3 (!!!!) Gramm
Länge der Zugketteca 1,15 m

Kommen wir nun zum Innenleben und der Instandsetzung. Als erstes  müssen die Zeiger ab. Die sind hier mit einer 1mm Standardmutter geschraubt, wie sie auch zum Zusammenhalten des Werks verwendet wird. Dann den rückseitigen Deckel ab und die im Bild markierten Sägeringe lösen. Schon läßt sich das „Herz“ des kleinen „Vogels“ entnehmen. Wie auf den Bildern deutlich zu erkennen: Handlungsbedarf!!! Zum einen verschmutzt und zum anderen keine Schmierung- ein absolutes no go! Also erstmal alles komplett in ein Ultraschall- Reinigungsgerät. Brennspiritus, Wasser und „Fairy“ verwende ich hier als Reinigungslösung. Wasser ist dabei Hauptbestandteil mit über 80%. solange man hinterher alles gut trocknet und abreibt, sowie einölt stellt das kein Problem dar. Das Kunststoffgehäuse habe ich nur vorsichtig mit einem Lappen gereinigt, um den Druck des Zifferblattes, Schnabels und der Augen nicht zu gefährden.

Zum Vergrößern einfach auf die Bilder klicken! Warum ich Wasser in der Reinigungslösung verwende? Wasser löst Staub, Alkohol fettige Bestandteile und das Spülmittel unterstützt beides durch das Beseitigen der Oberflächenspannung. Andere Mittel wie z.B. PER (Tetrachlorethen) muß man wegen ihrer Gefährlichkeit nicht anwenden.
Später habe ich dann doch das Werk auseinander gebaut, um die Lager wirklich sauber zu bekommen. Außerdem hatte eines der Räder an einer Stelle ein wenig Rost, den ich entfernen wollte. Da gab es dann eine kleine Überraschung – die Hemmung ist aus Kunststoff – in der DDR hieß diese Kunststoffart „Duraplast“.

Kunststoff...

Was ist das denn???

Die nun folgenden Bilder zeigen das Werk zerlegt. Die Kunststoffräder gehören zum Stundenwerk. Eigentlich erstaunlich, das man mit so wenig Aufwand eine Kinderzimmeruhr realisiert bekommt. Übrigens empfanden die „Spätergeborenen“ in meinem Bekanntenkreis die Uhr als „hübsch“- oder „Ohh! Ist die süß!“

Nun ist alles wieder montiert und sie tickt fröhlich vor sich hin. Viel laufen lassen werde ich sie nicht – sie besitzt zwar eine Ankerhemmung, aber die ist ja wie beschrieben aus Kunststoff. Hätte man da eine einfache Blech-/ Hakenhemmung eingebaut, gäbe es mit Sicherheit noch mehr der schönen kleinen Vögel.

Wenn der Kuckuck von der Wand fliegt

Vor ein paar Wochen drückte mir mein Nachbar eine Kuckucksuhr in die Hand. Eine von den guten aus dem VEB Uhrenwerk Gernrode. Sie war aus irgendeinem Grund von der Wand gefallen. Ich hatte vorher noch nie mit Kuckucksuhren beschäftigt und mir daher auch noch keine Gedanken über die Tonerzeugung oder die sogenannten schwarzwälder Uhrwerke gemacht. Aus heutiger Sicht für mich: Plunder. Räder und Platinen sind aus gutem Material, aber die Pendelführung und die Gestänge zu den Pfeifen sind schlimmstes Weicheisen. Die Pendelführung ist zudem noch abgetreppt, dadurch entsteht eine noch größere Instabilität. Die Hakenhemmung ist laut und nicht einstellbar, das Pendelgewicht nur über eine Klemme fixiert. Sie hat lediglich ein Tagwerk, ich denke maximale Gangdauer 30 Stunden. Mit den selben Ketten läuft meine Mauthe übrigens eine Woche…

dünner Eisendraht

das Gernroder Werk

Anstelle einer Stahlfeder für das Pendel wurde auch hier einfacher Eisendraht verwendet. Als wirklich gelungen muß man die Holzimitation ansehen, Das gesamte Frontschild ist aus geschäumten Kunststoff und sieht täuschend echt aus. Die beiden, an den Enden Verbogenen Drähte im oberen Bild, sind die Betätigungshebel für die Pfeifen. Ich mußte die Augen aufbiegen, um das Gehäuse abnehmen zu können. Es sind im übrigen wirklich 4 kleine Nägel, die, in den Kunststoff geschlagen, das Werk am Frontschild halten.

ohne Plastikräder

wieder eine Art Rechenschlagwerk

Der große Hebel am Uhrwerk im 2ten Bild ist übrigens der Ausrücker für das Vögelchen.
Auch die Bleche des Schlagwerkes hatten den Flug von der Wand nicht schadlos überstanden, das Schlagwerk war in sich verkeilt. Alles in allem keine große Sache. Nach der Reinigung und Schmierung des Werks hatte ich alles gerade gebogen und siehe da- sie lief. Hauptproblem war nun die Befestigung des großen Zeigers, denn die originale Mutter, die ihn arretiert, ist irgendwie abhanden gekommen.

laut ...

sie läuft schon wieder

Schön, das sie wieder geht, aber eine Uhr ohne Zeiger??? Irgendwie sinnlos. Da ich keinen großen Fundus an so kleinen Muttern besitze und nicht probeweise defekte Uhren kaufen wollte war guter Rat teuer…
Irgendwann hatte ich ein altes Diskettenlaufwerk in der Hand (davon besitze ich noch einige) und sah die kleinen Bohrungen, in die man Gewinde geschnitten hatte…. „Muß nur noch passen!“ dachte ich und schnitt eine der Gewindebohrungen aus dem Blech…

das geht auch..

nicht schön, aber einmalig

Hier das Ergebnis… Zugegeben eine Mutter aus Messing mit Zahnrand ist sicher hübscher, aber es sollte ja nichts Kosten…
Die alten Uhrwerke vom VEB Uhrenwerk Gernrode sind sicher nicht unbedingt die leisesten und genauesten, aber mit ein bischen gutem Willen…
Hoffen wir, das der Kuckuck nicht wieder Flugversuche macht…

 

Mauthe- noch eine Uhr

Manchmal sucht man etwas und findet- aber nicht das Gesuchte. Auf meiner Suche nach einem Gameboy sah ich eine Uhr… Sie sah heruntergekommen aus, hatte aber für mich das gewisse Etwas. Als „Meuther Uhr“ bei einer Onlineauktion angeboten, gefiel sie mir trotz ihres unschönen Zustands.

"Rohware"

alle Teile vorhanden

Das Zifferblatt ist verschmutzt und auch Gewichte und Pendel sahen schon mal schöner aus.
Also habe ich mich daran gemacht, alles etwas aufzuarbeiten. Besonderes Augenmerk fiel dabei auf das Zifferblatt, die Zwischenräume der Zahlenzeichen und die Zeichen selbst waren besonders reinigungsbedürftig. Aber auch der furnierte Hintergrund war ziemlich ungepflegt.

wie neu

alles gereinigt

Mit viel Geduld, altem Leinöl und Metallpoliermittel wurden die Teile wieder ansehnlich. Es dauert mehrere Stunden, bis alles wieder glänzt. Aber mit jeder Minute war mehr zu erkennen, das es eine wirklich hübsche Uhr ist.
Friedrich Mauthe Schwenningen war ja nicht irgendein Uhrenbauer…. Die Firma existierte von 1844 bis 1975 und ging an der „Quartzuhrenkrise“ zu Grunde. Qualität und Innovation kennzeichneten lange Zeit ihren Weg. Als ich die Uhr ersteigerte, wußte ich nicht, was ich da kaufe. Auch „Freund Google“ konnte mit „Meuther Uhr“ nichts anfangen.
Als besonders schön empfand ich es, das auf dem Gehäusedeckel ein Datum steht, demnach ist meine Uhr mindestens Baujahr 1970, wenn nicht älter. Sie besitzt übrigens schon 2 Kunststoffzahnräder…

ein Indiz

ein Hinweis früherer Besitzer

Das Rechenschlagwerk mit 3 Klangstäben hat einen schönen hellen Klang- die Uhr schlägt zu halben und vollen Stunde.

Alles in allem hat es sich gelohnt. Seit einigen Tagen hängt sie an der Wand und läuft. Eine kleine Besonderheit hat sie: Hängt man das Läutwerkgewicht über Nacht aus bleibt sie um 0.35 Uhr stehen. Ich habe es daher vorgezogen die Hämmer abzustellen. Das ist ohne Probleme möglich – Nachteil – man muß die Uhr jedes mal von der Wand nehmen und das Gehäuse öffnen. Vor- und Nachteile eines relativ dichten Gehäuses…

da hängt sie

in neuem Glanz

Sie hat eigentlich noch keinen Platz, aber weggeben kann ich sie nicht, sie ist zu schön.

Unsere Pfeilkreuz, ein technisches Kunstwerk

Im Wohnzimmer meiner Großeltern, an der Wand zum Flur hing eine Uhr. Sie regelte das Leben, gab vor, was zu welcher Zeit zu tuen war. Sie lief ein Leben lang.
Das Geräusch- dieses „tick tack“ und der Schlag des Läutwerks zur halben und vollen Stunde sind Kindheitserinnerungen. Die Menschen, die diese Qualitäten gebaut haben, waren Künstler und Perfektionisten in meinen Augen.pfeilkreuzlogo
Ich konnte diesen Erinnerungen an Kindertage nicht wiederstehen und habe mir bei einer online- Auktion eine solche Uhr ersteigert. Natürlich defekt, meinem Geldbeutel entsprechend. Hier die Fehlerliste:

– Uhrwerk verschmutzt
– Hemmung total verstellt
– Zeiger lose
– Gewindestab aus Pendel ausgebrochen
– Gehäuserückwand lose

Also erstmal basteln. Am einfachsten war die Bruchstelle am Pendel auszumerzen. Der Metallstab hielt auch ohne Reparatur noch im Eichenholz, jedoch war er verbogen, ein unhaltbarer Zustand. Mit etwas Holzkitt und viel Gefühl war dann alles wieder gut.

fertig!

wieder heil

 

Den verbogenen Stahlstift, der das Pendelgewicht hält und zum einregeln der Uhr dient, habe ich auch gerichtet. Alles mit der Hand und schön vorsichtig. Die optisch nicht sehr hübsche Flickstelle wird vom Pendelgewicht, der sogenannten Linse, völlig verdeckt.
Als nächstes war das Werk dran. Als erstes das Zifferblatt abbauen- drei kleine Metallkeile halten es fest.- es darf unter keinen Umständen mit Alkohol und Waschbenzin in Berührung kommen- das Zifferblatt könnte beschädigt werden.

schön vorsichtig

ausgebaut

Um das Werk zu reinigen müßte man es eigentlich vollkommen demontieren, dies erschien mir jedoch nicht sinnvoll. Daher habe ich die ohnehin völlig verstellte Hemmung ausgebaut und das Werk in meinem Reinigungsbad drehen lassen. „Unter Wasser“ sozusagen. Wichtig ist, das sich der verharzte Schmierstoff aus den Lagern löst. Das funktionierte so sehr gut. Andere Verschmutzungen habe ich mit einem Pinsel entfernt.
Dann alles gut trocknen lassen- ich habe in der Zeit die Gehäuserückwand mittels kleiner Messingschrauben wieder fixiert.
Jetzt alles gut einölen, kein Lager vergessen und auch sonst alles mit einem Film hochwertigen Nähmaschinenöls überziehen. An die Federhäuser denken…
Der Vorbesitzer hatte wohl ebenfalls versucht die Hemmung einzustellen, jedoch mit falschem Werkzeug, wie man im Bild unschwer erkennen kann. Das Einstellen einer Blechhakenhemmung ist eigentlich ganz einfach und erfordert nur etwas Gefühl. Ein alter Uhrmacher hat es mir mal so erklärt: der Schlitz für den Federstahl muß senkrecht stehen, der Anker muss so tief wie möglich, aber er darf das Hemmungsrad nicht einklemmen. Der Abstand zwischen dem „Tick“ und dem „Tack“ und dem nächsten „Tick“ muss gleich sein.

die Rückseite

ein Räderwerk

Mit den beiden Schrauben für die Höhenverstellung war das hier aber nicht zu machen, da der Anker auf einer Seite am Anschlag war, wenn der Schlitz für den Federstahl gerade stand. Dafür gibt es noch eine andere Schraube, mit der man die Position des Ankers einstellen kann.

der Pfeil!!!

ein Einblick

Der  rote Pfeil zeigt die Schraube. Nachdem ich das korrigiert hatte, war das Werk nicht mehr aufzuhalten.
Als ich das Zifferblatt montiert, und alles wieder im frisch gereinigtem Gehäuse verbaut hatte, hing sie an der Wand- und lief!!!
Nur noch die Zeiger fest machen… 2 Tage lang suchte ich nach geeignetem Material, um den fehlenden Keil zu ersetzen- bis ich einen alten Schlüsselring aus Draht in der Hand hielt…

für mich was ganz besonderes

das Herz schlägt…

Seit einer Woche reguliere ich sie ein. „Wir“ sind bei 30 Sekunden pro Tag Abweichung. Pro Woche 3 Minuten sollten möglich sein….
Es mag Leute geben, die so eine Uhr nur als Geldanlage sehen, IDIOTEN. Das ist für mich ein Stück technischer Kultur. Selbst unsere Jüngste und unser Pflegesohn spüren das so eine Uhr aus der Zeit ihrer Urgroßeltern etwas ganz, ganz besonderes ist…

 

für Leute die sich damit auskennen:
– Federzugwerk mit Käfigrädern
– schwarzwälder Hakenhemmung
– Rechenschlagwerk mit Abstellmöglichkeit
– Gewicht des Pendels (komplett):175g

Die Uhr mit der Nummer 355 auf der Gehäuserückwand hat ein neues Zuhause, wenn es nach mir geht, für die nächsten 40…50 Jahre…

OBD Codes- und nur ein Dieselfilter

Wenn man sich ein gebrauchtes Auto kauft, erwirbt man immer eine große Unbekannte. Wie hat es der Vorbesitzer mit der Wartung gehalten? Was wurde unter den Teppich gekehrt???
Wenn dann nach 5000 Km unter bestimmten Betriebsbedingungen die gelbe Lampe der Motorkontrolle aufleuchtet und die Bordelektronik ein „Piep“ von sich gibt, hat man vor der nächsten Rechnung Angst. Immer wenn der Motor meines Berlingo (1,6Hdi -> 3001/ AFH) Drehzahlen bringen sollte, kam dieses „Piep“ und besagte gelbe Lampe. Nach 4 mal fahren ohne Fehler, verschwand das Lämpchen wieder. Als ich neulich einen Schreibtisch nach Berlin bringen mußte, ging nicht nur die Lampe an, nein auch der Motor aus… Es half nur, die Zündung aus und wieder an zu machen, um weiter zu kommen. Auf Motorbremsungen reagierte das Gefährt genauso- „Lampe an“ „piep“ und dann Maschine aus. Höchste Eisenbahn mal in einer Werkstatt vorbei zu fahren um sich den Tod des Turboladers oder der Einspritzpumpe bescheinigen zu lassen.

sieht teuer aus

schön ist anders…

Der Mann in der freien Werkstatt war anständig: er erklärte mir, das er die Markenspezifischen Testgeräte / -Programme nicht habe, diese hätten nur Vertragswerkstätten… Ich habe mir dann aber die Mühe gemacht im Internet nachzusehen… Auf OBD-codes.com fand ich dann genaueres. Allerdings in englisch. Der Fehler P1113 ist Herstellerspezifisch- alle Codes die mit P1xxx beginnen sind Markenabhängig. Ich konnte mir daher die Erklärung nur aus mehreren Forenbeiträgen und Webseiten „zusammenreimen“ Für die hier gemachten Angaben/ Übersetzungen übernehme ich weder Garantie noch Haftung, da sie aus Quellen stammen, die ich nicht überprüfen kann…

 

P0087: Rail/ Systemdruck zu gering
Symptome:
– Motorkontrolle „ein“
– wenn mehr als ein Fehlercode dann Luftsensorproblem möglich, zu wenig Luft oder Sensor falsch codiert/ programmiert (Fehlanpassung)
-unruhiger Lauf, Fehlzündungen, Verlust an Beschleunigung und Kraft tritt vermehrt auf, wenn mehr Kraftstoff benötigt wird

Ursachen:
-schlechte Kraftstoffpumpe
-verstopfte Filter/ Siebe
-falsch eingestelltes Kraftstoffmaximum
-defekter Kraftstoffdrucksensor

P0093: großes Leck im Kraftstoffsystem (Druckabfall im Hochdruckbereich)

Symptome:
-Motorkontrolle „ein“
-Leistungsabfall
-nach 1Minute Motor „Stop“

Ursachen:
– Injektorfehler (Düse)
– Common Rail Leckgage
– Kraftstoffdrucksensor defekt
– Kraftstoff-/Einspritzpumpenfehler
– Kraftstoffheizung konstant an
– Kraftstofftemperatursensor defekt
– Leck im Hochdrucksystem
– Korrosion an Sensorstecker(n)/ elektronischen Komponenten
– Fehlfunktion in der Kraftstoffdruckreglung
– Leck an/ in der Einspritzpumpe
– Stellmotorfehler in der Reglung (klemmt?)
– ECM Fehler

Achtung! Unbedingt prüfen, ob Diesel im Motoröl ist, um interne Lecks auszuschließen.

P1113: IAT Sensor offen/ Kurzschluss

Einlassluft Sensor offen (kein Kontakt) oder Kurzschluss (Werteanomalie)

Die vom Sensor übermittelten Werte sind nicht plausibel

 

Schweren Herzens machte ich mich also auf den Weg in die Vertragswerkstatt…
Resümee:
Die für 60000 km Laufleistung konzipierte Filtereinheit war nach über 130000 gefahrenen Kilometern dicht.
Sie hatten die Einheit vorrätig und auch noch den anderen Kraftstoffilter- NUR 90 Euro.

Erklärung: der Druckabfall in der Kraftstoffzufuhr wurde durch Luftblasen verursacht, die Werteanomalie am Luftsensor durch eine Motorbremsung. Wer Erfahrungen mit alten Dieselmotoren hat, weiß: wenn der Filter zu ist holt sich der Motor Luft- egal wie dicht die Kraftstoffanlage ist… Durch die Luftblasen gab es dann natürlich einen großen Druckabfall  in der Einspritzanlage, die das On Board Diagnosegerät als Leck in der Kraftstoffanlage interpretierte und die Motor dann abschaltete.
Jetzt rennt er wieder, bei der Maschine bin ich jedoch vorsichtig- der Turbolader ist durch ein Sieb in der Ölzuleitung schnell mal überhitzt…